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Mitteilungen des SOCIUM seit 2015, aber auch ältere Mitteilungen aus dem ZeS und EMPAS aus den Jahren 2014 bis 2008.

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Die Universität Bremen ist an dem neuen bundesweiten „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ (FGZ) beteiligt.

Gemeinsam mit den Universitäten Frankfurt und Leipzig koordiniert ein Team aus Bremen die Forschungsarbeit von elf Hochschul- und Forschungsinstituten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat jetzt entschieden, das neue „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)“ für zunächst vier Jahre zu fördern. Vorausgegangen war eine anderthalbjährige Gründungsphase, in der die elf Kooperationspartner ihre Konzepte erstellt haben. Entwickelt wurde ein umfangreiches Forschungs- und Transferprogramm mit mehr als 70 Teilprojekten und institutsübergreifenden Arbeitsbereichen, die nun ab dem 1. Juni 2020 realisiert werden.

Solidarität, Polarisierung, Populismus

Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist ein Verbund aus elf Hochschul- und Forschungsinstituten, die in zehn verschiedenen Bundesländern angesiedelt sind und dadurch auch die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland in den Blick nehmen. Zusammen sollen die mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen mit empirischen Untersuchungen und großangelegten Vergleichen praxisrelevante Vorschläge erarbeiten. Sie sollen dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen. In den Blick genommen werden Identitäten und regionale Erfahrungswelten, Ungleichheiten und Solidarität, Medien und Konfliktkultur, Polarisierung und Populismus, aber auch Antisemitismus und Hasskriminalität. Die Themen werden im europäischen Vergleich und darüber hinaus erforscht.

Verbund aus elf Forschungspartnern

Neben der Universität Bremen gehören die Technische Universität Berlin sowie die Universitäten Bielefeld, Frankfurt, Halle-Wittenberg, Hannover, Konstanz und Leipzig sowie das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen, das Leibniz -Institut / Hans-Bredow-Institut für Medienforschung Hamburg und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena zu dem Verbund.

Dialog mit Bremer Stadtgesellschaft

An der Universität Bremen, die den Verbund zusammen mit Frankfurt und Leipzig koordiniert, wird ein interdisziplinäres Team Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts mit Blick auf soziale Ungleichheiten und politische Konflikte untersuchen und in Transferprojekten den Dialog mit der Bremer Stadtgesellschaft suchen. Thematischer Fokus des Bremer Beitrags sind die Beziehungen zwischen sozialen Milieus, und hier insbesondere die Rolle der Mittelschichten. „Sie sind diejenige Großgruppe unserer Gesellschaft, die als Garant der Stabilität gesellschaftlicher Ordnung - Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, sozialer Ausgleich - gelten. Die Integrationskraft der Mittelschichten scheint jedoch durch zunehmende Konflikte und Ungleichheiten geschwächt“, sagt Soziologieprofessor Olaf Groh-Samberg, der federführend am Bremer Konzept beteiligt war.

Zentrales Datenzentrum

Im Bremer Teilinstitut des FGZ arbeiten das SOCIUM, das Zentrum für Arbeit und Politik (zap), das Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw), das Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IfEK) und das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Innovationsforschung (ZeMKI) zusammen.

In Bremen wird auch das zentrale Datenzentrum des FGZ beheimatet sein, das unter anderem eine nationale Längsschnittstudie zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland koordiniert.

Fragen beantwortet

Martin Bacher
Koordinator
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Telefon: +49 421 218-58624
E-Mail: martin.bacher@uni-bremen.de

WFB Bremen/Jonas GinterWFB Bremen/Jonas Ginter
Kommission Verlässlicher Generationenvertrag übergibt ihren Bericht

Die Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ hat am 27.03.2020 ihren Bericht Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil übergeben. Aufgrund der derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus fand die Übergabe mittels einer Telefonkonferenz statt, bei der neben den Kommissionsmitgliedern und Bundesminister Heil auch Kanzleramtsminister Dr. Helge Braun zugeschaltet war. Simone Scherger, Professorin für lebenslauforientierte Sozialpolitik am SOCIUM, war Mitglied der Kommission.

Die zehnköpfige Kommission, in der die Koalitionsparteien, die Sozialpartner und drei WissenschaftlerInnen vertreten waren, hat sich seit Mai 2018 mit der Frage beschäftigt, wie das deutsche Rentensystem angesichts des demografischen Wandels zukunftssicher gestaltet werden kann. Im Laufe Ihrer Beratungen hat sie mit Hilfe weiterer Expertinnen und Experten eine Grundlage erarbeitet, Verbände und Stakeholder angehört und einen „Generationendialog“ durchgeführt. In ihrem Bericht empfiehlt die Kommission unter anderem, sich weiterhin sowohl kurz- als auch mittelfristig an Haltelinien für den Beitragssatz und das Rentenniveau zu orientieren, schlägt für diese Haltelinien aber nur grobe Korridore vor (maximal 20 bis 24 Prozent für den Beitragssatz einschließlich aller gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgebeiträge; mindestens 44 bis 49 Prozent für das Rentenniveau). Zudem sollen als neue Orientierungsgrößen der Gesamtsozialversicherungsbeitrag sowie der Abstand der Standardrente zum durchschnittlichen Bedarf in der Grundsicherung im Alter einbezogen werden. Eine weitere Anhebung der Regelaltersgrenze nach 2031 auf ein Alter von über 67 empfiehlt die Kommission derzeit nicht, allerdings soll darüber ein spätestens im Jahr 2026 einzusetzender Alterssicherungsbeirat befinden. Weitere Empfehlungen der Kommission beziehen auf Verbesserungen und Vereinheitlich der privaten Vorsorge, auf die Stärkung von Rehabilitation und Prävention sowie auf einen „Gender Check“ für jede zukünftige Maßnahme im Bereich der Alterssicherung.

Ein die Empfehlungen ergänzender zusätzlicher Band enthält interne und externe Expertisen, unter anderem ein Kapitel zu sozialen Ungleichheiten in Lebensläufen, Alterseinkommen und Lebenserwartung von Simone Scherger und Gert Wagner.

Der Bericht ist hier verfügbar:
Verlaesslicher Generationenvertrag


Kontakt:
Prof. Dr. Simone Scherger
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58569
E-Mail: simone.scherger@uni-bremen.de

Bastian Becker im Interview mit dem Weserkurier

Im Umgang mit der Coronakrise und ihrer Konsequenzen werden momentan verschiedene Instrumente diskutiert, so auch Eurobonds. Bei diesem Finanzinstrument--gelegentlich auch Coronabonds genannt--handelt es sich um Gemeinschaftsanleihen, die besonders hart getroffenen Länder mehr finanziellen Spielraum verschaffen sollen, um die Krise zu bewältigen. Das Interview folgt einem Aufruf von über 400 Wissenschaftlern, der letzte Woche in der Financial Times publiziert wurde. Im Interview mit dem Weserkurier, erklärt Bastian Becker warum Eurobonds nicht nur eine ökonomische sondern auch eine politische Chance darstellen.

Das komplette Interview können Sie hier lesen.
Weser-Kurier

 



© Pixabay© Pixabay
Die BKK-Arzneimittelberatung hat den aktuellen Stand zusammengefasst.

Ausgangspunkt für diese Frage war eine Nachricht in den sozialen Medien über eine vermeintliche Untersuchung der Uniklinik Wien, gemäß welcher Ibuprofen den Verlauf von Covid-19 verschlechtern würde. Diese „Fake News“, welche durch die Uniklinik Wien zeitnah dementiert wurden, brachten dennoch einige Verunsicherung mit sich.

 

In einem Leserbrief, welcher in der Fachzeitschrift The Lancet publiziert wurde, stellen die Autoren aufgrund theoretischer Überlegungen die Hypothese auf, dass es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Ibuprofen und einem erhöhten Infektionsrisiko mit dem neuen Coronavirus geben könnte. Sie begründen dies damit, dass SARS-CoV-2 über ein bestimmtes Enzym namens ACE2 an seine Wirtszelle bindet. Das Vorhandensein dieses Enzyms könne durch Ibuprofen erhöht werden und somit würde eine Infektion mit SARS-CoV-2 begünstigen. Es gibt derzeit zu dieser Hypothese keinerlei wissenschaftliche Untersuchungen, sodass jegliche Belege dafür fehlen.

Die WHO hatte zunächst in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass in der Selbstmedikation Paracetamol gegenüber Ibuprofen bei Verdacht auf Covid-19 zu bevorzugen sei, korrigierte diese Aussage jedoch am Tag darauf und rät nun nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab. 

Auch die europäische Arzneimittelbehörde EMA teilt die Einschätzung, dass es keine wissenschaftliche Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und einer Verschlechterung von Covid-19 gibt. Wenn im Rahmen von Covid-19 ein Mittel gegen Fieber und/oder Schmerzen einsetzt werden soll, so sollen alle Möglichkeiten einschließlich Paracetamol und Ibuprofen berücksichtigt werden. Jedes Mittel hat dabei sein eigenes Nutzen-Risiko-Profil, welches in der jeweiligen Fachinformation dargestellt wird. Die EMA weist zudem ausdrücklich darauf hin, dass es für Patienten, die Ibuprofen aufgrund einer Erkrankung regelmäßig einnehmen, keinerlei Evidenz gibt, dieses abzusetzen. Daher sollten Patienten, die Ibuprofen ärztlich verordnet bekommen, die Behandlung keinesfalls ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abbrechen.

Für Ibuprofen gilt generell, dass es gemäß Fachinformation bei älteren Patienten und solchen mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und chronischen Atemwegserkrankungen nur unter besonders sorgfältiger ärztlicher Überwachung angewendet werden sollte. Bei diesen Patientengruppen ist daher nach Möglichkeit Paracetamol vorzuziehen.

 

Quellen:

Med. Universität Wien: Pressemitteilung vom 14. März 2020, https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/detailseite/2020/news-im-maerz/angebliche-forschungsergebnisse-der-wiener-uniklinik-rund-um-das-covid-19-virus-und-ibuprofen-sind-fake-news/

Fang et al.: Lancet Respir. Med., online publ. am 11. März 2020, doi: 10.1016/S2213-2600(20)30116-8, https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S2213-2600%2820%2930116-8

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/03/18/who-ibuprofen-nicht-ohne-aerztlichen-rat/chapter:all

EMA: Pressemitteilung vom 18. März 2020, https://www.ema.europa.eu/en/documents/press-release/ema-gives-advice-use-non-steroidal-anti-inflammatories-covid-19_en.pdf

Fachinformation Ibuprofen, https://www.fachinfo.de/

 

Link zur Homepage der BKK-Arzneimittelberatung


Kontakt:
Apothekerin Anja Lübs
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58531
E-Mail: anja.luebs@uni-bremen.de

Historical Social Research-Sonderheft „Military and Welfare State” des Reinhart-Koselleck-Projekts „Allgemeine Wehrpflicht, Militär und Wohlfahrtsstaatsentwicklung in Europa” erschienen

Das HSR-Sonderheft „Military and Welfare State: Conscription, Military Interests, and Western Welfare States in the Age of Industrialized Mass Warfare“ fasst erste Ergebnisse des am SOCIUM angesiedelten, von der DFG geförderten Reinhart-Koselleck-Projekts „Allgemeine Wehrpflicht, Militär und Wohlfahrtsstaatsentwicklung in Europa” zusammen. International renommierte Expertinnen und Experten widmen sich unterschiedlichen Aspekten des Zusammenhangs von Militär und Sozialpolitik im 19. und 20. Jahrhundert vor dem Hintergrund des industrialisierten Massenkriegs. Fallstudien beschäftigen sich unter anderem mit den militärischen Ursprüngen der deutschen Arbeitsschutzgesetzgebung, Gesundheitspolitik und Wehrpflicht in Chile, dem militärischen Einfluss auf den französischen Pronatalismus und dem Zusammenhang zwischen Bildungspolitik und Militär am Beispiel des österreichischen Reichsvolksschulgesetzes von 1869.

Weitere Informationen zum Sonderheft unter www.gesis.org/hsr/aktuelle-hefte sowie durch das Projektteam am SOCIUM:

Prof. Dr. Herbert Obinger (Projektleiter)
Universität Bremen
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen

E-Mail: herbert.obinger@uni-bremen.de

Aufgrund der aktuellen und andauernden Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid19/Coronavirus-Verbreitung wird das gesundheitspolitische Kolloquium im Sommersemester 2020 pausieren

/veranstaltungen/gesundheitspolitisches-kolloquium/

Prof. Dr. Gerd Glaeske Foto Raphael Huenerfauth, Photothek.netProf. Dr. Gerd Glaeske Foto Raphael Huenerfauth, Photothek.net
Gerd Glaeske hält zunehmende Lieferengpässe für wahrscheinlich

Im Bereich der chronischen Erkrankungen oder generell bei häufig verwendeten Arzneimitteln kommen sogenannte Generika zum Einsatz, mehr als 75 Prozent aller Arzneimittelverordnungen. Meistens werden diese Arzneimittel in Indien und China produziert. Dies bedeutet lange Lieferketten, Qualität, Herstellungsbedingungen und Zuverlässigkeit können darunter leiden. In China sind auch die Regionen vom Coronavirus betroffen, in denen die Mittel hergestellt werden, das wird die Lieferschwierigkeiten sicherlich verschärfen.

Weitere Informationen


Kontakt:
Prof. Dr. Gerd Glaeske
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58559
E-Mail: gglaeske@uni-bremen.de

Prof. Dr. Heinz Rothgang stellt Personalbemessungsinstrument in Berlin vor

Am 25.02.2019 wurde in Berlin unter Beteiligung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Fachveranstaltung „Vorstellung der ersten wissenschaftlichen Ergebnisse zur Personalbemessung in der Langzeitpflege“ das von Prof. Dr. Heinz Rothgang und seinem Team entwickelte einheitliche Personalbemessungsverfahren für Pflegeeinrichtungen vorgestellt. Es wurde von Juli 2017 bis September 2019 im Auftrag der Pflege-Selbstverwaltung entwickelt. Umgesetzt wurde dieser Auftrag durch die Universität Bremen in einer Zusammenarbeit von SOCIUM, IPP, iaw und KKSB.

Unter der Beteiligung von 241 Datenerhebern in 62 Erhebungseinheiten in 15 Bundesländern wurde die pflegerische Versorgung von 1.380 Pflegebedürftigen beobachtet und in Bezug auf ihre Fachgerechtigkeit beurteilt. Im Ergebnis steht nun ein Personalbemessungssystem, mit dem erstmalig empirisch abgesichert fachlich angemessene Personalmenge für die Versorgung von Pflegebedürftigen errechnet werden können. Für jede Einrichtung kann so individuell das bedarfsorientierte Pflegepersonal nach Qualifikationsniveaus differenziert ausgewiesen werden.

Insgesamt wurde ein erheblicher Personalmehrbedarf in Höhe von 36 % für eine Referenz-Einrichtung mit 100 Bewohnern in einer bundesdurchschnittlichen Pflegegradverteilung festgestellt. Dieser entsteht allerdings fast ausschließlich im Bereich der Assistenzkräfte, bei denen eine notwendige Personalmehrung um 69 % errechnet wurde. Demgegenüber ist bei den Fachkräften nur ein relativ geringer Zuwachs in Höhe von 3,5 % erforderlich. Abhängig von der jeweiligen Bewohnerstruktur der einzelnen Einrichtungen ergeben sich somit unterschiedliche Mixe der Ausbildungs- und Qualifikationsniveaus. Das Personalbemessungsinstrument ersetzt dabei die bisher für alle Einrichtungen einheitlich geltende ordnungsrechtliche Fachkraftquote von 50 % durch einrichtungsindividuelle bedarfsorientierte Fachkraftanteile.

Zur Einführung dieses Personalbemessungsverfahrens sind aktuell zwei Schritte vorgeschlagen. In einem ersten Schritt soll eine modellhafte Einführung in 20 bis 30 Einrichtungen erfolgen, bei der die Wirkung von Mehrpersonal unter Anwendung von Organisations- und Personalentwicklung auf die Pflegequalität und Mitarbeiterzufriedenheit im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig soll in einem zweiten Schritt bereits mit der flächendeckenden Einführung von Mehrpersonal im Bereich der Assistenzkräfte begonnen werden.

Ausführliche Informationen zur Projektkonzeption, zur Datenerhebung und zu den resultierenden Ergebnissen sind im Zweiten Zwischenbericht verfügbar, der ebenfalls am 25.2.20 veröffentlicht wurde und zum Download auf den Seiten des Qualitätsausschuss Pflege bereitgestellt wurde.

Pressespiegel (Stand 14.04.2020)

Prof. Heinz Rothgang als Experte bei Dialog-Reihe mit Bundesgesundheitsminister Spahn

Am 6. Februar startete das Bundesgesundheitsministerium in Wernigerode die Dialog-Reihe „Pflege sichern. Sicher pflegen.“ In sechs Städten im Bundesgebiet wird Bundesgesundheitsminister Spahn im Zuge dieser Reihe mit Expertinnen und Experten sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft der Pflegeversicherung diskutieren. (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflegesichern.html)

Für die Termine in Wernigerode, Düren, Landshut und Pforzheim ist Professor Heinz Rothgang als einer der Diskutanten auf das Podium eingeladen. Er wird besonders zu den Themen der Personalbemessung und einer dringend erforderlichen Finanz- und Strukturreform der Pflegeversicherung mit dem Bundesminister diskutieren. Diese Themen schließen direkt an die Arbeit an, die Heinz Rothgang und sein Team in den letzten Jahren am SOCIUM durchführen: Erarbeitet wurde sowohl ein einheitliches Personalbemessungsverfahren für die Pflegeeinrichtungen in Deutschland, als auch ein Reformkonzept (https://www.pro-pflegereform.de/reformkonzept/) für die Pflegeversicherung, das als wesentlicher Impuls die aktuelle politische Diskussion mitbestimmt.

Die Universität Bremen erhält in den nächsten zwei Jahren über 1 Million Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Panelbefragung pairfam thematisiert die Entscheidung über das Ob und Wann von Kindern, das Erziehungsverhalten und die kindliche Entwicklung, sowie die soziale Einbettung von Partnerschafts- und Familienentwicklungsprozessen. Zu diesen und anderen Themen geben mehrere tausend Befragte und deren Familienmitglieder seit nunmehr zwölf Jahren jährlich Auskunft. Dadurch lassen sich Entwicklungen und Veränderungen über einen längeren Zeitraum dokumentieren und analysieren.

pairfam ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Bremen (Prof. Sonja Drobnič, PhD), Jena (Prof. Dr. Franz Neyer), Köln (Prof. Dr. Karsten Hank) und München (Prof. Dr. Josef Brüderl, Prof. Dr. Sabine Walper). Die pairfam Daten stehen der Fachöffentlichkeit für wissenschaftliche Analysen zur Verfügung und können über das GESIS-Institut bezogen werden.

Weitere Informationen unter www.pairfam.de und durch das Bremer Projekt-Team:

Prof. Sonja Drobnič, PhD
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-66360
E-Mail: sonja.drobnic@bigsss.uni-bremen.de

Lara Minkus, PhD
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58536
E-Mail: lminkus@uni-bremen.de

Timo Peter
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58542
E-Mail: timo.peter@uni-bremen.de

Nicolai Gröpler
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58535
E-Mail: groepler@uni-bremen.de