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Dieser Datenmonitor geht mithilfe raumbezogener Daten des German Social Cohesion Panel (SCP) der Frage nach, ob ein höherer Anteil von Ausländer:innen in dem Stadtteil, in dem die Befragten wohnen, das subjektive Sicherheitsempfinden beeinflusst. Die Ergebnisse sind eindeutig: Mehr Ausländer:innen bedeuten nicht mehr Unsicherheit – weder für Frauen noch für Männer. Zwar berichten Frauen insgesamt häufiger von einem höheren Unsicherheitsgefühl – dieses steht jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Ausländer:innenanteil. Stattdessen zeigt sich, dass soziale Bedingungen und individuelle Einstellungen bedeutsamer für das Unsicherheitsempfinden sind. Die Ergebnisse widersprechen damit verbreiteten Annahmen in politischen Debatten und tragen zur Versachlichung der Diskussion bei.
In politischen Debatten wird Migration häufig mit Fragen der Sicherheit verknüpft – oft jedoch ohne belastbare Datengrundlage. Ein Beispiel dafür ist eine viel diskutierte Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, die eine kontroverse Debatte auslöste: »Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.« [1]
Als Journalist:innen einige Tage später genauer nachfragten, deutete Merz an, dass seine Bemerkung mit Fragen der Sicherheit im öffentlichen Raum zusammenhänge. Zudem bemerkte er, man solle »einmal seine Töchter fragen«, was damit gemeint sein könnte.
Man könnte diese Aussage als These interpretieren, dass sich insbesondere (junge) Frauen im öffentlichen Raum unsicherer fühlen, wenn mehr Ausländer:innen[2] dort präsent sind. Wir wollen diese These empirisch prüfen und gehen in diesem FGZ Datenmonitor folgenden Fragen nach:
- Geht ein höherer Anteil an Ausländer:innen am Wohnort mit größerem Unsicherheitsempfinden einher?
- Ist ein höherer Anteil von Ausländer:innen am Wohnort insbesondere bei (jungen) Frauen mit einem stärkeren subjektiven Unsicherheitsempfinden verbunden?
Zur Beantwortung dieser Fragen untersuchen wir anhand raumbezogener Daten des German Social Cohesion Panels (SCP) aus dem Jahr 2022, ob sich Zusammenhänge zwischen dem Anteil von Ausländer:innen im Stadtteil und der wahrgenommenen Sicherheit im öffentlichen Raum zeigen und wie sich diese Zusammenhänge zwischen Männern und Frauen und nach Altersgruppen unterscheiden.
Die komplette Studie finden Sie hier.













