Aktuelle Mitteilungen

Deutsche Rentenversicherung ernennt SOCIUM-Mitglied für eine dreijährige Amtszeit

Wenig bekannt, aber nützlich: Die Deutsche Rentenversicherung finanziert wichtige sozialwissenschaftliche Forschung im Bereich der Alterssicherung. Organisiert ist dies seit 2001 im Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA), das neben Forschungsprojekten auch Forschungsstipendien, Tagungen, einen Forschungspreis sowie ein Graduiertenkolloquium finanziert.

Zur Sicherung der Qualität der Forschungsleistung des Forschungsnetzwerks steht ihm ein 16 Mitglieder starker Beirat beratend zur Seite, der sich aus acht Vertreterinnen und Vertretern der Rentenversicherung sowie acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen zusammensetzt. Im Oktober dieses Jahres hat die Deutsche Rentenversicherung Frank Nullmeier für eine dreijährige Amtszeit in dieses Gremien berufen.

weitere Informationen:

https://www.fna-rv.de

Kontakt:
Prof. Dr. Frank Nullmeier
Universität Bremen
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Str. 5
28359 Bremen

Tel.: +49 (0)421-218-58576
E-Mail: frank.nullmeier@uni-bremen.de

Autorenteam des SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen erstellt Pflegereport 2019 im Auftrag der BARMER

Heute wurde im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz der diesjährige BARMER Pflegereport vorgestellt. Darin wurden insbesondere die neuen Wohn- und Pflegeformen analysiert. Zudem wurde ein Rückblick auf 25 Jahre Pflegeversicherung vorgenommen. Die Autoren Professor Dr. Heinz Rothgang und Dr. Rolf Müller liefern weiterhin vertiefende Untersuchungen zu Fallzahlen, Inzidenzen, Prävalenzen und Pflegeverläufen. Wesentliche Datengrundlagen sind die Pflegestatistik 2017 und die Routinedaten der BARMER.

Finanzielle Anreizstruktur für die Schaffung neuer Wohn- und Pflegeformen
Die maximalen Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung für Langzeitpflege liegen bei ambulanter Versorgung rund doppelt so hoch wie bei stationärer Versorgung. Dies ist darin begründet, dass - anders als in der stationären Versorgung - in der ambulanten Versorgung zusätzlich zu den Pflegesachleistungen und Betreuungsleistungen noch Tages- und Nachtpflege, Leistungen zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen, Wohngruppenzuschläge, Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege mit der Pflegekasse abgerechnet werden können. Hinzu kommt noch die Erstattung der häuslichen Krankenpflege durch die Krankenkasse, die in der vollstationären Versorgung prinzipiell schon im Pflegesatz enthalten ist, aber in der ambulanten Versorgung separat abgerechnet wird. Hieraus resultieren Anreize für Leistungsanbieter, Pflege ambulant statt stationär anzubieten.

Organisatorische Anreizstrukturen für die Schaffung neuer Wohn- und Pflegeformen
Zudem ist die Versorgung in Pflege-Wohngemeinschaften in deutlich geringerem Maße als die Versorgung im Pflegeheim durch das Heimgesetz oder entsprechendes Landesrecht reguliert. Kontrollen, Meldepflichten, Personalvorgaben, Qualitätssicherung oder räumliche Anforderungen sind weitaus weniger verlangt. Versorgung in betreutem Wohnen ist fast gar nicht reguliert.

Beträchtliches Ausmaß an neuen Wohn- und Pflegeformen
Beide Anreize haben Wirkung gezeigt: Derzeit ist auf Grundlage verschiedener Studien bei steigender Tendenz von bis zu 8.000 betreuten Wohnanlagen mit etwa 150.000 Pflegebedürftigen und rund 4.000 Pflege-Wohngemeinschaften mit etwa 31.000 Pflegebedürftigen auszugehen, von denen nach Hochrechnungen der BARMER-Daten 20.400 auch den Wohngruppenzuschlag der Pflegeversicherung nutzen.

Finanzielle Konsequenzen aus den neuen Wohn- und Pflegeformen
Obwohl in den neuen Wohn- und Pflegeformen die maximalen Leistungssummen nicht gänzlich genutzt werden, liegen die tatsächlich in Anspruch genommenen Leistungssummen in der Regel oberhalb der Leistungssummen, die in der stationären Versorgung genutzt werden. In der Summe resultieren daraus im Jahr 2018 in betreutem Wohnen Mehrausgaben von 215 Millionen Euro gegenüber der vollstationären Versorgung. Für die geschätzten 20.400 Bewohner von Pflege-Wohngemeinschaften, die den Wohngruppenzuschlag der Pflegeversicherung nutzen, ergeben sich im Vergleich zur Versorgung im Pflegeheim Mehrausgaben von 184 Millionen Euro im Jahr 2018.

Keine bessere Pflegequalität in den neuen Wohn- und Pflegeformen
Hinsichtlich der pflegerelevanten Outcomes in betreutem Wohnen und in den Pflege-Wohngemeinschaften wurden in bisherigen Studien kaum signifikante Effekte gefunden. In der Summe zeigen sich positive Effekte auf Bewohnerebene eher in umfassenden Konstrukten wie Lebensqualität.
Mit den BARMER-Daten sind die Pflegebedürftigen in betreutem Wohnen und in Pflege-Wohngemeinschaften mit den Pflegebedürftigen im Pflegeheim anhand von fünf Qualitätsindikatoren verglichen worden. Bei den Bewohnern in betreutem Wohnen und in den Pflege-Wohngemeinschaften sind Arztkontakte seltener und auch die Verordnungen von Antipsychotika. In betreutem Wohnen werden aber mehr Neudiagnosen von Dekubitus und mehr ambulant-sensitive Krankenhausfälle (Krankenhausfälle mit Entlassungsdiagnosen, bei denen unterstellt wird, dass sie oftmals vermieden werden könnten, wenn eine angemessene ambulante Versorgung stattgefunden hätte) festgestellt.
Eine höhere Leistungssumme ist somit nicht mit einer besseren Pflegequalität verbunden. Entsprechende Versorgungsangebote sind daher kritisch zu sehen.

Download:
BARMER Pflegereport 2019
Statement von Prof. Rothgang anlässlich der Pressekonferenz
Folienvortrag von Prof. Rothgang anlässlich der Pressekonferenz


Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de

Dr. rer. pol. Rolf Müller
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58554
E-Mail: rmint@uni-bremen.de

Wir trauern um Rainer Müller, Gründungsmitglied des Zentrums für Sozialpolitik (ZeS) und dessen langjähriger Sprecher

Rainer Müller war Mediziner und Soziologe. Das erklärt sowohl die Breite seiner Forschungsinteressen als auch seine ungewöhnliche Bereitschaft, sich als Professor für Ergonomie und Arbeitsmedizin am Aufbau eines interdisziplinären sozialwissenschaftlichen Instituts zu beteiligen.

Nach Medizinstudium und Promotion in Münster und einem Soziologiestudium an der FU Berlin war Müller Assistenzarzt in Hagen und Berlin sowie Oberarzt an der RWTH Aachen. 1976 berief ihn die noch junge Universität Bremen auf eine Professur für Arbeitsmedizin. Rainer Müller wusste die Chancen des Neuaufbaus in Bremen zu nutzen. Er war einer der ersten, die Krankenkassendaten systematisch nicht nur für die arbeitsmedizinische, sondern auch sozial- und gesundheitspolitische Forschung auswerteten. Er steht ferner  für den Aufbau von Public Health als neuem Forschungsfeld und Studiengang hier in Bremen. Dabei reichte sein Interessenspektrum von der Arbeitsmedizin und -wissenschaft über Gesundheitspolitik, die Haltung der Krankenkassen zu Rehabilitation, die Professionalisierung der Betriebsärzte bis hin zu sozialer Ungleichheit bei Gesundheit und Tod.

Das fügte sich nicht nur 1988 gut in das Konzept für den ersten Bremer DFG-Sonderforschungsbereich 186 „Statuspassagen und Risikolagen im Lebenslauf“, bei dem er über die ganze Laufzeit hinweg ein Teilprojekt leitete. Es passte auch in den Rahmen eines Antrages bei der VolkswagenStiftung zur Anschubfinanzierung eines interdisziplinären Zentrums für Sozialpolitik (ZeS) an der Universität Bremen, das 1988 seine Arbeit aufnahm und in dem er die Abteilung Gesundheitspolitik, Arbeits- und Sozialmedizin aufbaute und bis zu seiner Pensionierung 2007 leitete. Von 1994 bis 2006 stand er dem ZeS, der Vorgängerinstitution des heutigen SOCIUM, auch als dessen Sprecher vor.

Von 1984 bis 2009 war er zusätzlich als Betriebsarzt in Bremen tätig und von 1989 bis 2013 als Dozent der Linzer Akademie für Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik. Auch nach seiner Pensionierung trat er zusammen mit anderen national und international für eine stärkere Verankerung von Public und Global Health in Wissenschaft und Praxis ein.

Mit Rainer Müller verliert das SOCIUM nicht nur eine der besonders engagierten Gründungspersonen, die prägend für neue Forschungsrichtungen wurden. Wir verlieren auch einen warmherzigen Kollegen, der den Nachwuchs  zu motivieren wusste und ihm gleichzeitig viel Raum ließ, seine eigenen Forschungswege zu gehen. Und wir verlieren einen Kollegen, der nie vergessen hat, dass universitäre Forschung auch konkrete Ergebnisse für die Menschen liefern sollte. Die Lücke ist groß, die er uns hinterlässt.

Kontakt:
Prof. Dr. Betina Hollstein

Stanford Soziologe John W. Meyer hielt einen Vortrag im Haus der Wissenschaft

Professor John W. Meyer ist seit mehr als 40 Jahren vor allem für seine Arbeiten darüber bekannt, wie sich Institutionen global auf der Grundlage von Ideen und Weltbildern ausbreiten. Diesen Herbst ist Meyer als Hans-Koschnick-Professor an der Universität Bremen zu Gast und hält am Donnerstag, 17.10.2019, 18 Uhr, im Haus der Wissenschaft einen öffentlichen Vortrag, der ihn zu einer der Wurzeln seines wissenschaftlichen Werkes zurückführt: zu Bildung und der Institution der Universität. Sie gehören zu den zentralen Leitideen und Institutionen des Liberalismus. Die wichtige Frage des Vortrages ist nun, ob sich in Zeiten anti-liberalen Denkens auch der Schwerpunkt auf Bildung (und damit Universität) ändert.

Der Vortrag ist auf Englisch, der Eintritt frei.

Kontakt:
Prof. Dr. Michael Windzio
Universität Bremen
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Str. 5

28359 Bremen
Tel.: 0421/218-58629
E-Mail: mwindzio@uni-bremen.de

 

Konferenz im Haus der Wissenschaft unterstreicht Forschungs- und Handlungsbedarf

Sowohl Umwelt- als auch Sozialpolitikforschung verwenden den Nachhaltigkeitsbegriff. Sie verwenden ihn jedoch in sehr unterschiedlicher Form und mit deutlich anderem Inhalt. Nicht zuletzt mit den erst teilweise absehbaren Folgen des Klimawandels wird jedoch deutlich, dass wirklich „nachhaltige Politik“ sich nicht nur auf ein Ziel hin orientieren darf.

Das SOCIUM hatte in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW), Düsseldorf, dem IAQ Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen, der DFG-Forschergruppe Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsprozeduren sowie der Senatorischen Behörde für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, Bremen, am 23./24. September 2019 zu einer interdisziplinären Konferenz in das Haus der Wissenschaft, Bremen, geladen. In zwei Konferenztagen lassen sich so wichtige wie umfangreiche Fragen naturgemäß nur anreißen. Gleichwohl beklagten alle Vortragenden zum einen die große Forschungslücke im Überlappungsbereich von ökologischen und sozialen Risiken und Krisen. Zum anderen skizzierten sie aus ihrer Sicht sinnvolle nächste Schritte, um diese Forschungslücke in den kommenden Jahren schließen zu können.

Am Abend des ersten Konferenztages gab es zudem noch ein Podium über Situation und Perspektiven der „Zeitschrift für Sozialreform“. Lebhaft diskutiert wurde dabei vor allem der Zuschnitt von solchen Zeitschriften zwischen Wissenschaft und Praxis sowie die Frage, wie nachhaltiges Publizieren angesichts einer internationalisierten Wissenschaft, aber einer weiterhin stark national bestimmten Sozialgesetzgebung aussehen kann.

weitere Informationen:
Konferenzprogramm

www.fgw-nrw.de
www.iaq.uni-due.de
ww.socium.uni-bremen.de

Kontakt

Prof. Dr. Frank Nullmeier
Universität Bremen
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Str. 5

28359 Bremen
Tel.: 0421-218-58576
E-Mail: frank.nullmeier@uni-bremen.de


Kontakt:
Prof. Dr. Frank Nullmeier
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58576
E-Mail: frank.nullmeier@uni-bremen.de

Cover Innovationsreport 2019Cover Innovationsreport 2019
Studie zu innovativen Arzneimitteln des Jahres 2016 in der Versorgungsrealität

Der diesjährige Innovationsreport bewertet 21 Wirkstoffe der insgesamt 31 Arzneimittel, die im Jahr 2016 neu auf den Markt gekommen sind.

Am häufigsten wurden Onkologika bewertet, fünf Arzneimittel enthalten antivirale Wirkstoffe, drei sind rekombinante Gerinnungsfaktoren. Die restlichen Wirkstoffe verteilen sich auf acht weitere Indikationen. Zum ersten Mal wurde in diesem Report auch ein Impfstoff bewertet. Dabei handelt es sich um den HPV-Impfstoff, der u.a. vor Gebärmutterhalskrebs schützt. Acht Arzneimittel kamen im Rahmen eines beschleunigten Zulassungsverfahrens auf den Markt.

Das Sonderkapitel des Reportes widmet sich dem aktuellen Thema „Impfen und Impfpflicht“ und bespricht insbesondere Masern-, HPV- und Grippeimpfungen.

Die Daten des RKIs, der KiGGS-Studie aber auch der Weltgesundheitsorganisation verdeutlichen, dass die gewünschten Masernimpfquoten noch nicht erreicht werden konnten und weiterhin ein großer Handlungsbedarf besteht. Sie zeigen aber auch, dass mit der Impfpflicht, wie sie bereits in einigen europäischen Ländern eingeführt wurde, das Ziel der Elimination der Masern ebenfalls nicht erreicht wurde. Im Innovationsreport 2019 werden darum verschiedene Ansätze vorgestellt, wie eine Erhöhung der Impfquoten gelingen könnte, welche die Argumente der Impfgegner sein könnten und verdeutlicht die große Bedeutung der Arzt-Patienten-Kommunikation in diesem Zusammenhang. Die Schlussfolgerung aus diesem Kapitel ist, dass eine Masernimpfpflicht nur die Ultima Ratio sein sollte – zunächst müssen Aufklärungs- und Informationskampagnen ergriffen und intensiviert werden.

Jüngste Studien machen deutlich, dass die HPV-Impfungen Wirkungen zeigen, also die Häufigkeit der Vorstufen zum Gebärmutterhalskrebs sinkt und dass die Zahl der HPV-geimpften Jungen steigt. Auch hier ist die Arzt-Patienten-Kommunikation ausschlaggebend – schließlich sind es junge Menschen, die mit der Entscheidung für eine Impfung Risiken für Erkrankungen, die sich erst viel später im Leben entwickeln können, minimieren sollen.

Bezüglich der Grippe-Impfungen gibt es Hinweise, dass es sinnvoll ist, die Zielgruppe zu ändern. Statt generell Menschen ab 60 Jahren zu impfen, sollten es nach aktueller Studienlage besser Kinder und Jugendliche sein. Dadurch kann eher ein schützender „Herdeneffekt“ eintreten, weil bei Menschen ab 60 Jahren das Immunsystem weniger gut auf die Impfung anspricht.

Im Ergebnis des Innovationsreports 2019 konnten zwar fünf Arzneimittel mit einer „grünen“ Gesamtampel bewertet werden, verglichen mit dem letzten Jahr dämpft der Anstieg der „roten“ Ampeln (61% aller bewerteten Arzneimittel) aber die Hoffnung auf eine positive Entwicklung neu zugelassener Arzneimittel. Für sechs Arzneimittel wurden Rote-Hand-Briefe mit wichtigen Informationen für Ärzte und Patienten verschickt. Auch dies bestätigt die Annahme, dass aktuelle Zulassungsstudien nur ein eingeschränktes Bild von Wirkungen und Nebenwirkungen liefern, Pharmakovigilanzstudien im „Nachmarkt“ also dringend nötig sind.

Zweifel, ob Empfehlungen immer neutral und unabhängig erstellt werden, kommen aufgrund der Tatsache auf, dass 13 Wirkstoffe in Leitlinien und Therapieempfehlungen aufgenommen wurden, obwohl sechs davon eine negative Gesamtbewertung erhalten haben.

Arzneimittel, die eine echte therapeutische Innovation darstellen und mit einer grünen (Zusatz)-Nutzen-Ampel bewertet wurden, sind die Impfung gegen humane Papillom-Viren und im Bereich der Krebstherapie zur Behandlung des multiplen Myeloms (Daratumumab und Elotuzumab) sowie bei der Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (Sacubitril/Valsartan) zu finden. Nur ein Arzneimittel (Elbasvir/Grazoprevir) ist günstiger als die zweckmäßige Vergleichstherapie und wurde in dieser Kategorie mit einer grünen Ampel bewertet. Zwölf Mal zeigt die Kostenampel gelb, vier Mal rot. Beim Blick auf den Vergleich mit bereits verfügbaren Therapien zeigt die Ampel bei fünf Arzneimitteln grün, bei vier gelb und bei 14 rot. Damit stellen nur neun der neu in den Markt gebrachten Arzneimittel eine positiv zu bewertende Ergänzung des Arzneimittelrepertoires dar.

 

Download Innovationsreport 2019:
Langfassung
Kurzfassung

Download:
Präsentation der Ergebnisse von Prof. Dr. Gerd Glaeske


Kontakt:
Prof. Dr. Gerd Glaeske
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58559
E-Mail: gglaeske@uni-bremen.de