Archiv ZeS 2010

Tagungen, Vorträge oder Workshops zur Diskussion und Entwicklung sozialpolitischer Forschung.

03.12.2010 - 04.12.2010Tagung

Staat und öffentliche Verwaltung. Krisenretter oder Krisenverlierer?

Forum Junge Staats‐ und Verwaltungswissenschaften (FoJuS)
Veranstaltungsort:
Zentrum für Sozialpolitik (ZeS)
Raum: 1070
Parkallee 39
28209 Bremen
Uhrzeit:
3.12.: 14 - 19 Uhr; 4.12.: 9 - 13:30 Uhr

Keynote speech: Prof. Dr. Jan‐Erik Lane (Universität Freiburg): Fiscal Austerity and Public Services

Download: Programm

Die vergangenen Monate standen sowohl in der öffentlichen Berichterstattung wie auch in der politik- und verwaltungswissenschaftlichen Diskussion ganz im Zeichen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat gezeigt: Im Krisenfall ist es der Staat, der als Retter einspringt und das Krisenmanagement und vor allem die Kosten privat erzeugter Risiken übernimmt. Die Krise hat einige sicher geglaubte Überzeugungen der Staats- und Verwaltungswissenschaft in Frage gestellt. Viel wurde in den vergangenen Monaten über die (vermeintliche) Rückkehr eines ‚starken Staates’ diskutiert. Ist angesichts der staatlichen Rettungsaktionen und den Interventionen in das Wirtschaftsgeschehen die These von dem in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkten Staat hinfällig geworden?

Während in der öffentlichen Berichterstattung die Finanz- und Wirtschaftskrise schon wieder langsam an Bedeutung verliert, kommt sie in der öffentlichen Verwaltung und in den Politikfeldern jetzt erst richtig an. Eine der jetzt schon absehbaren Folgen ist, dass die Instrumente des staatlichen Krisenmanagements - Bankenrettungsaktionen, Konjunkturprogramme etc. - die ohnehin prekäre Haushaltslage der öffentlichen Hand weiter verschärfen. Gerät der öffentliche Sektor durch die Rettung der Wirtschaft selbst in eine Krise?

Bei der Tagung werden sowohl die Reaktionen des Staates und seiner öffentlichen Verwaltung auf die Krise wie auch die Folgewirkungen der Krise und vor allem des Krisenmanagements auf die Politik(felder) und die öffentliche Verwaltung diskutiert.

18.11.2010Vortrag

Der Fall Hartz IV. Wie es zur Agenda 2010 kam und wie es weitergeht

Prof. Dr. Anke Hassel (Hertie School of Governance); Christof Schiller (Hertie School of Governance)
Veranstaltungsort:
Zentrum für Sozialpolitik
Raum: 3260
Parkallee 39
28209 Bremen
Uhrzeit:
16:00 - 18:00

Download: Flyer

2010 feiert Hartz IV seinen fünften Geburtstag. Hartz IV ist eine der umstrittensten Reformen der Nachkriegszeit und hat die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Deutschland nachhaltig verändert. Mit ihrem jüngst erschienen Buch „Der Fall Hartz IV“ (Campus Verlag, Frankfurt a.M.) liefern Anke Hassel und Christof Schiller die erste lückenlose Genese der Reform, ziehen Bilanz und wagen einen Ausblick. In einem Vortrag am 18. November 2010 am Zentrum für Sozialpolitik machten die Autoren deutlich, dass die Hartz IV-Reform sowohl gängigen Annahmen zur Reformfähigkeit Deutschlands als auch gängigen Annahmen der Sozialstaatsforschung widerspricht. Die Schröder-Regierung bewies damals deutlich mehr Strategiefähigkeit als dies gemeinhin registriert würde. Gleichzeitig liefert der deutsche Verbundföderalismus auch im Fall Hartz IV eine Reihe nicht-intendierter Politikergebnisse. Arbeitsmarktpolitisch handelt es sich bei Hartz IV um einen durchaus erfolgreichen sozialpolitischen Strukturbruch, der mit zu einer deutlich gesteigerten Erwerbstätigkeit beigetragen hat. Gleichzeitig sei die Reform jedoch nur als ein Anfang zu bewerten. Die Autoren plädierten dafür, dass der im internationalen Vergleich dramatischen Ausweitung des Niedriglohnsektors mit einer Senkung der Abgabenlast in diesem Bereich und der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes begegnet werden muss. Darüber hinaus sollte die Finanzkraft von Ländern und Kommunen nachhaltig gestärkt werden, damit es zu einem Durchbruch in der Frage der Kinderbetreuung und beim Bildungsangebot kommen kann.

Anke Hassel lehrt Public Policy an der Hertie School of Governance. Sie studierte Politik- und Wirtschaftswissenschaften sowie Rechtswissenschaften an der Universität Bonn und an der London School of Economics and Political Science. Ab 1997 forschte sie am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Promotion (1998) und Habilitation (2003) an der der Ruhr- Universität Bochum. 2003/2004 war sie im Planungsstab des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) tätig und erhielt im Jahr 2005 einen Ruf an die Jacobs University Bremen als Professorin für Soziologie.

Christof Schiller ist Politik- und Verwaltungswissenschaftler und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Stein Kuhnle an der Hertie School of Governance. Zwischen 2007-2010 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Die politische Dynamik von Arbeitsmarktreformen“ unter der Leitung von Prof. Anke Hassel. Zur Zeit promoviert er an der Uni Potsdam bei zum institutionellen Wandel in der Arbeitsmarktpolitik.

06.07.2010Kongress

Arzneimittelbewertung, Arzneimittelversorgung und Finanzierung der Arzneimitteltherapie

BARMER GEK; Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Universität Bremen
Veranstaltungsort:
Hotel Aquino
Hannoversche Straße 5b
10115 Berlin
Uhrzeit:
10:30 - 16:15
Wiss. Leitung:
Organisation:

Download: Programm

Arzneimittel gehören zu den wirksamsten Instrumenten ärztlicher Hilfe. Ihr Einsatz erfordert aber besondere Aufmerksamkeit und die Berücksichtigung unterschiedlicher Anforderungen:

  • Bessere Steuerung der Finanzierung und Bewertung von Arzneimitteln
  • Forschung zur Implementierung neuer Arzneimittel
  • Förderung einer rationalen Arzneimitteltherapie.


Der Einsatzbereich von Arzneimitteln reicht von akuten Gesundheitsstörungen über chronische Krankheiten, die Verhinderung und Verzögerung kurzfristiger und ferner Krankheitskomplikationen bis zur rein palliativen Schmerztherapie. Entwicklungen neuer Medikamente gegen bislang nur symptomatisch behandelbare Krankheiten wie Demenz oder Krebs sind Hoffnungsträger für viele betroffene Patientinnen und Patienten.

Zu den wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft zählen die Finanzierung und die Bewertung vor allem neuer Arzneimittel unter den Rahmenbedingungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Kongress soll zur Standortbestimmung und zur Zukunftsbewältigung beitragen – wir wollen heute die Weichen für morgen stellen. Ziel ist es, auch künftig eine angemessene und finanzierbare Arzneimitteltherapie für die Versicherten der GKV sicherzustellen.

Über dieses Thema möchten wir gerne mit Ihnen gemeinsam diskutieren und laden Sie dazu herzlich ein:

  • Prof. Dr. Gerd Glaeske, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen
  • Birgit Fischer, Vorstandsvorsitzende, BARMER GEK
  • Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, BARMER GEK
01.07.2010Workshop

Die Lage der akutstationären Pflege in Deutschland. Aktuelle Befunde aus Wissenschaft und Praxis

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB); Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Universität Bremen
Veranstaltungsort:
Klinikum Bremen-Mitte
Raum: Hörsaal 4.034
St. Jürgenstraße 1
28177 Bremen
Uhrzeit:
10:00 - 18:00

Download: Programm und Anschreiben

Publikation:
Braun, Bernard; Klinke, Sebastian; Müller, Rolf; Rosenbrock, Rolf, 2010: Einfluss der DRGs auf Arbeitsbedingungen und Versorgungsqualität von Pflegekräften im Krankenhaus - Ergebnisse einer bundesweiten schriftlichen Befragung von Pflegekräften an Akutkrankenhäusern in den Jahren 2003, 2006 und 2008, Wissenschaftszentrum Berlin (WZB); Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen, S. 1 - 13

Download Vorträge:
Prof. Dr. Michael Simon:
Strukturelle Rahmenbedingungen der Pflege im Krankenhaus
Dr. Sebastian Klinke:
Arbeitsbedingungen und berufliches Selbstverständnis von Pflegekräften im Krankenhaus
Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik:
Entwicklungstendenzen der Arbeitszufriedenheit und Arbeitsstrukturierung von Pflegenden
Jeannette Winkelhage:
Priorisierung medizinischer Leistungen: Einschätzungen und Erwartungen von Ärzten und Pflegepersonal
Dr. rer pol. Bernard Braun:
Welche Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verändern sich wie unter DRG-Bedingungen? - Ergebnisse einer dreimaligen Befragung (2003, 2006 und 2008) von Pflegekräften im Krankenhaus
Dr. med. Mathias Albrecht:
Von der Standeskunde zur BWL - Anmerkungen zur Arbeitsteilung im Krankenhaus aus ärztlicher Sicht
Prof. Dr. Hildegard Theobald:
Altenpflegekräfte zwischen Marktorientierung und Informalisierung im internationalen Vergleich
Dr. Wolfgang Hien:
Das Ringen um Identität – Pflegekräfte zwischen Berufsethos und ökonomistischen Zumutungen
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck:
„Mensch Bert, bist Du immer noch nicht fertig? Pflegedidaktische Ansätze zum Umgang mit restriktiven Rahmenbedingungen in der Pflegeausbildung
Aylin Schwanke:
Perspektiven der Pflegeausbildung – Ergebnisse aus dem Projekt Best Practice in der Pflegeausbildung

Die Umstellung der Krankenhausvergütung auf Fallpauschalen war von großen Hoffnungen, auf Seiten der Pflegekräfte aber eher von großen Ängsten begleitet. Was davon ist eingetroffen?

Seit Anfang 2003 wird fast die gesamte stationäre Versorgung in deutschen Krankenhäusern nach DRGs (Diagnosis-related Groups) abgerechnet. Mit der neuen Vergütungsform waren Hoffnungen auf einen zügigeren und qualitativ optimierten Behandlungsverlauf bei gleichzeitigen Ausgabensenkungen verbunden. Kritiker der Umstellung befürchteten Nachteile für Patienten, u.a. durch die Verkürzung der Verweildauern. Für die Beschäftigten in Krankenhäusern, insbesondere die Pflegekräfte, wurde ein Stellenabbau und eine weitere Verdichtung der Arbeit prognostiziert.

Ob diese Erwartungen eintrafen, versuchten eine Reihe von Analysen zu überprüfen, darunter eine großangelegte Studie, die zwischen 2003 und 2008 mehrfach tausende von Pflegekräfte mit denselben Fragen über ihre Wahrnehmung der Versorgungsqualität, ihr berufliches Selbstverständnis und ihre Arbeitsbedingungen befragte.

Im ersten Teil des vom Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) der Universität Bremen und dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) veranstalteten Pflegekräfte-Workshops sollen die Hauptergebnisse dieser Analysen vorgestellt werden.

Im zweiten Teil des Workshops soll zum einen ein theoretischer Überblick über Ausbildungskonzepte für Pflegekräfte vermittelt werden, die das Ziel verfolgen, unter den existierenden Arbeitsbedingungen und Arbeitsanforderungen ohne Schaden für sich und die Patienten zu arbeiten. Dieses Bild wird durch die Vorstellung verschiedener „models of good practice“ zur Qualifizierung von Arbeitskräften in Pflege- und sozialen Berufen im In- und Ausland abgerundet.

Abgeschlossen wird der Workshop mit einem Roundtable-Gespräch über Situation und Perspektive der Pflegearbeit in Krankenhäusern.

25.06.2010Vortrag

Global Governance of Labour Relations - the Role of the ILO

Karin Pape (International Domestic Workers Network (IDWN))
Veranstaltungsort:
Zentrum für Sozialpolitik (ZeS)
Raum: 3260
Parkallee 39
28209 Bremen
Uhrzeit:
14:00 - 16:00

Download: Flyer

17.06.2010 - 18.06.2010Workshop

Konsumenten, Unternehmen und Entscheider. Akteure in Wohlfahrtsmärkten

Forschungsgruppe "Ökonomisierung und Vermarktlichung von Sozialpolitik"
Veranstaltungsort:
Zentrum für Sozialpolitik
Raum: 2060 (Do.), 3260 (Fr.)
Parkallee 39
28209 Bremen
Uhrzeit:
17.06.: 13 - 18 Uhr; 18.06.: 8:30 - 13 Uhr
Organisation:
Florian Blank; Dr. Tanja Klenk; Stephan Köppe

Download: Programm

Donnerstag, 17.06.2010

13.00-13.10
Begrüßung (Stephan Köppe, Florian Blank)

I UNTERNEHMEN
Chair: Stephan Köppe

13.10-13.55
Frank Nullmeier und Tanja Klenk, Universität Bremen
„Welfare industries: The blind spot of recent social policy research“

13.55-14.40
Diana Wehlau, Referentin beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen / Universität Bremen
„Die Finanzlobby in der deutschen Rentenpolitik - Einflussreich und unkontrolliert?“

14.40-15.25
Kerstin Hämel, Universität Gießen
„Öffnung von Altenpflegeheimen - zwischen zivilgesellschaftlicher Einbettung, staatlicher Regulierung und Wettbewerbsorientierung“

15.25-15.40
Pause

II ENTSCHEIDER

Chair: Tanja Klenk

15.40-16.25
Tim Eyßell, Universität Gießen
„Governance-Strategien kommunalpolitischer Akteure im Bereich sozialer Dienste unter nationalem und supranationalem Vermarktlichungsdruck“ 

16.25-17.10
Clémence Ledoux, Science-Po Paris / Université de Nantes
„Wer spricht im Namen der Konsumenten? Religiöse Akteure im politischen Entscheidungsprozess - Ein deutsch-französischer Vergleich von care politics“

17.10-17.55
Louise Hervier, Science-Po Paris
„Staat und soziale Partner. Reformen der Sozialversicherungssysteme in Frankreich und Deutschland“

19.00
Gemeinsames Abendessen im Bandonion

Freitag, 18.06.2010

III KONSUMENTEN

Chair: Stephan Köppe

8.30-9.15
Benjamin Ewert, Universität Gießen
„Verbraucher und Bürger - Zum Zusammenhang verschiedener Nutzerrollen in gemischten Wohlfahrtssystemen“

9.15-10.00
Florian Blank, WSI in der Hans-Böckler-Stiftung
„Alles nur ein Problem der Information und der Ressourcen? Konzeption und Realität der Verbraucher auf Wohlfahrtsmärkten“

10.00-10.45
Wolfram Lamping, Universität Hannover
„Wohlmeinende Aufforderung zum Selbstmanagement. Verhaltenszuschreibungen und Verhaltenszumutungen an Konsumenten im neuen deutschen Wohlfahrtsstaat“

10.45-11.00
Pause

Chair: Florian Blank

11.00-11.45
Ingo Bode und Felix Wilke, Universität Kassel
„Kontingenz auf Wohlfahrtsmärkten der Altersvorsorge“

11.45-12.30
Stephan Köppe, University of Edinburgh
„Welche Anreize existieren für Haushalte privat vorzusorgen? Risk management in England und Schottland“

12.30-13.00
Florian Blank, Stephan Köppe
Abschlussdiskussion und weitere Planungen

13.00
mögliches gemeinsames Mittagessen

08.06.2010Vortrag

Sozialpolitik in der Türkei

Dr. Yasemin Körtek (Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht)
Veranstaltungsort:
Zentrum für Sozialpolitik (ZeS)
Raum: 3260
Parkallee 39
28209 Bremen
Uhrzeit:
11:15 - 13:15

Download: Flyer

Weitere Informationen zur Person: Nach einem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth wurde Yasemin Körtek im Jahr 2005 promoviert. Seit 2004 arbeitet sie als Rechtsanwältin mit einer Spezialisierung für Sozialrecht und arbeitet am MPI für das Landesreferat Türkei sowie die Sachgebiete Gesetzliche Unfall-, Renten- und Krankenversicherung, Rechte behinderter Menschen, Soziale Dienste und Sozialhilfe. Ihr Forschungsinteresse gilt u.a. dem europäischen und internationalen Sozialrecht, Rechtsvergleichen und dem islamischen Recht.

26.01.2010Vortrag

Private Arbeitsmarktdienstleister als Akteure am Wohlfahrtsmarkt

Petra Kaps (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB))
Veranstaltungsort:
Zentrum für Sozialpolitik (ZeS)
Raum: 1260
Parkallee 39
28209 Bremen
Uhrzeit:
14:00 - 16:00

Download: Flyer

Veranstaltungsort:
Zentrum für Sozialpolitik (ZeS)
Raum: 3260
Parkallee 39
28209 Bremen
Uhrzeit:
10:15 - 12:30
Ansprechpartner/in:
Wolfgang Hien
Kooperation:
Forschungsbüro für Arbeit, Gesundheit und Biographie

Download: Flyer

Die „Housings“, ehemalige Wohngebäude der amerikanischen Streitkräfte, wurden nach deren Weggang zum Wohnquartier für überwiegend sozial benachteiligte Familien. 1997/98 kamen alarmierende Befunde über Innenraum-Schadstoff-Belastungen an die Öffentlichkeit (insbesondere: Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe und Polychlorierte Biphenyle). Die darauf folgenden Auseinandersetzungen fanden sowohl auf expertlicher wie auf sozialpolitischer Ebene statt. Es zeigte sich, dass gesundes Wohnen ein Public-Health-Problem von hoher Bedeutung ist. Der Referent berichtet über die Konflikt-Konstellationen und seine Erfahrungen als beteiligter Experte. Er stellt seine Schlussfolgerungen zu Diskussion.

Der Vortrag findet statt im Rahmen des Public-Health-Seminars „Wohnbedingungen, soziale Ungleichheit und Gesundheit“.