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Presse- und Kurzmitteilungen der Abteilung "Ungleichheitsdynamiken in Wohlfahrtsgesellschaften".

Prof. Dr. Simone SchergerProf. Dr. Simone Scherger
Simone Scherger Mitglied der Kommission "Verlässlicher Generationenvertrag".

Die Große Koalition hatte im Koalitionsvertrag die Einrichtung einer Rentenkommission der Bundesregierung vereinbart, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Sozialpartner (Arbeitgeber und Gewerkschaften), aus Politik sowie aus der Wissenschaft bestehen sollte. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat nun diese zehnköpfige Kommission eingesetzt, der auch Simone Scherger aus dem SOCIUM angehört.

Ziel dieser Rentenkommission soll es laut Bundesregierung sein, die Rente für alle Generationen gerecht und zuverlässig sicherzustellen. Dazu bedürfe es der nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung sowohl der gesetzlichen Rentenversicherung als auch der zweiten und dritten Säule der Alterssicherung - also der betrieblichen sowie der privaten Vorsorge. Die Kommission soll dazu in den kommenden zwei Jahren Handlungsvorschläge für die Zeit ab dem Jahr 2025 erarbeiten. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat die Kommission am 3. Mai 2018 offiziell eingesetzt. Sie wird ihre Arbeit im Juni aufnehmen.

Unter den drei Mitgliedern aus der Wissenschaft ist Simone Scherger die einzige Soziologin. Sie ist seit April 2018 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt lebenslauforientierte Sozialpolitik. Die Professur ist eine Stiftungsprofessur, die aus Mitteln des "Fördernetzwerks Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert wird. Der Schwerpunkt der Forschung von Frau Scherger liegt auf den Zusammenhängen zwischen Lebensläufen und Sozialpolitik. Dabei geht es beispielsweise um die Risiken veränderter Erwerbsverläufe und Lebensformen und die Wirkungen von Reformen (z. B. auf dem Arbeitsmarkt und in der Alterssicherung) auf individuelle Lebensläufe. Besonders interessiert sich Simone Scherger dafür, wie bestimmte Gruppen - beispielsweise Frauen, Personen mit Migrationshintergrund, Erwerbsgeminderte oder Alleinselbständige - mit sozialen Risiken im Lebensverlauf und in der alltäglichen Lebensführung umgehen. Von 2010 bis 2017 hat Simone Scherger die Emmy Noether-Nachwuchsforschungsgruppe "Erwerbsarbeit jenseits der Rentengrenze in Deutschland und Großbritannien" am SOCIUM geleitet.


Kontakt:
Prof. Dr. Simone Scherger
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58569
E-Mail: simone.scherger@uni-bremen.de

Prof. Dr. Olaf Groh-SambergProf. Dr. Olaf Groh-Samberg
Interview mit Olaf Groh-Samberg von Fridolin Skala.

Jens Spahn provoziert mit seinen Aussagen zu Hartz IV. 
Im FAZ.NET-Interview widerspricht der Armutsforscher Olaf Groh-Samberg dem CDU-Politiker und zeigt Schwächen des Sozialsystems auf.
 
Weitere Informationen:
Interview veröffentlicht auf FAZ.NET am 13.03.2018:

"Unser Sozialstaat hat ganz empfindliche Probleme"


Kontakt:
Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-66440
E-Mail: olaf.grohsamberg@uni-bremen.de

Prof. Sonja DrobničProf. Sonja Drobnič
Universität Bremen erhält in den nächsten zwei Jahren 1,8 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Das deutsche Beziehungs- und Familienpanel (pairfam) erhebt seit 2008 Informationen über die Gründung, Etablierung, Gestaltung und Stabilität von Paarbeziehungen. Diese Daten sind eine wesentliche Grundlage für eine Vielzahl wichtiger und interessanter sozialwissenschaftlicher Untersuchungen. Im Dezember 2017 hat nun die Deutsche Forschungsgemeinschaft nicht nur zwei weitere Befragungswellen, sondern darüber hinaus auch die Aufstockung der Stichprobe um 6000 neue Personen bewilligt.

Untersucht werden die Entscheidung über das Ob und Wann der Geburt von Kindern, das Erziehungsverhalten und die kindliche Entwicklung, die Beziehung zwischen den Generationen, etwa der Austausch materieller Ressourcen und immaterieller Leistungen, sowie die soziale Einbettung von Partnerschafts- und Familienentwicklungsprozessen.

Den besonderen Erfolg dieser weltweit einzigartigen multidisziplinären Studie macht aus, dass Tausende von Einzelpersonen und Familien seit nunmehr zehn Jahren regelmäßig jedes Jahr Auskunft über ihre Situation in verschiedenen Lebensbereichen geben. Dadurch lassen sich Entwicklungen und Veränderungen über einen längeren Zeitraum dokumentieren. Und es können unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt werden, weil nicht nur Daten über einzelne Befragungspersonen, sondern auch über andere Familienmitglieder und deren Beziehungen zueinander erhoben werden.

pairfam ist ein Kooperationsprojekt mehrerer Universitäten, eine Struktur, die sich in inhaltlicher und organisatorischer Hinsicht in hervorragender Weise bewährt hat. Die Universität Bremen war von Anfang an mit Prof. Dr. Johannes Huinink als Mit-Initiator der Studie dabei. In der kommenden Runde wird pairfam gemeinsam von den Universitäten Bremen (Prof. Sonja Drobnič, PhD), Jena (Prof. Dr. Franz Neyer), Köln (Prof. Dr. Karsten Hank) und München (Prof. Dr. Josef Brüderl, Prof. Dr. Sabine Walper) durchgeführt.

Die pairfam Daten stehen der Fachöffentlichkeit für wissenschaftliche Analysen zur Verfügung und können über das GESIS-Institut bezogen werden.

Weitere Informationen: Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics (pairfam)


Kontakt:
Dr. Petra Buhr
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58539
E-Mail: buhr@uni-bremen.de

Prof. Sonja Drobnič
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-66360
E-Mail: sonja.drobnic@bigsss.uni-bremen.de

Timo Peter
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58542
E-Mail: timo.peter@uni-bremen.de