Arbeit, Wohlfahrtsstaat und Gender

Struktur, Profil und Funktionen von Erwerbsarbeit haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert: durch die Ausweitung des Dienstleistungssektors, gestiegenes Bildungsniveau, steigende Frauenbeschäftigung und veränderte Lebensformen, aber auch durch Globalisierung, Arbeitnehmer- und Dienstleistungsfreizügigkeit, die Flexibilisierung von Arbeitsmärkten und Migrationsbewegungen.

Relativ gesicherte und standardisierte Erwerbsarbeit, orientiert am Normalarbeitsverhältnis und dem männlichen Ernährermodell konzentriert sich auf kleinere Gruppen; gleichzeitig gewinnen irreguläre Arbeitsformen an Bedeutung. Für bestimmte Gruppen und Phasen im Lebensverlauf steigen soziale Risiken. Traditionelle wohlfahrtsstaatliche Sicherungen bei Arbeitslosigkeit und Alterssicherung dünnen aus oder greifen mit Blick auf neue soziale Risiken wie etwa geringen Einkommen trotz qualifizierter Tätigkeit nur begrenzt. Sozialstaats- und Gleichstellungspolitiken setzen neue Ungleichheitsdynamiken unter Frauen und zwischen Frauen und Männern in Gang. Forschungsthemen der Arbeitsgruppe sind:

  • Struktur und Determinanten geschlechtsspezifischer Arbeitsmarktsegregation im Ländervergleich
  • Entwicklung und Professionalisierung sozialer Dienstleistungen
  • Wandel des Staates als Arbeitgeber
  • Ungleichheitsdynamiken in der Verschränkung von Klasse und Geschlecht

 

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