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Mitteilungen des SOCIUM seit 2015, aber auch ältere Mitteilungen aus dem ZeS und EMPAS aus den Jahren 2014 bis 2008.

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Die Sektion "Organisationssoziologie" der Deutschen Gesellschaft für Soziologie veranstaltet am 08. und 09. Februar 2018 in Bremen ihre Frühjahrstagung.

Praktiken des Bewertens sind allgegenwärtig: Schülerinnen werden benotet, Universitäten gerankt, Preise festgelegt, Opernaufführungen kritisiert, Rechenschaftsberichte angefertigt, Gütesiegel vergeben, um nur einige Beispiele zu nennen. Organisationen sind dabei in vielfältiger Weise in das Bewertungsgeschehen einbezogen: Sie geben den sozialen Rahmen ab, in dem Bewertungen vollzogen werden, produzieren und kommunizieren Bewertungen und werden schließlich auch selbst regelmäßig bewertet, evaluiert, geratet und gerankt.

Besondere Aufmerksamkeit erhält die Bewertung von, durch und in Organisationen durch neuere Bewertungsformate, wie sie zum Beispiel mit Rechenschaftspflichten und Regimen der Leistungsbewertung im Zuge des New Public Management eingeführt werden. Auffällig ist auch der Aufstieg von Bewertungsplattformen, die nicht nur als technologische Infrastrukturen, sondern auch als Geschäftsgrundlage von Unternehmen fungieren. Gleichwohl sind aufwendige organisierte Bewertungsprozesse keinesfalls ein neues Phänomen. Beispielsweise stellt die katholische Kirche den heroischen Tugendgrad der Dienerinnen und Diener Gottes schon seit Jahrhunderten in einem hochgradig formalisierten und langwierigen Heiligsprechungsverfahren fest.

Die Sektionstagung zum Thema "Organisation und Bewertung" soll die Gelegenheit bieten, Phänomene der Bewertung in, von und durch Organisationen der verschiedensten sozialen Felder vergleichend in den Blick zu nehmen. Sie greift damit auf die Arbeiten eines sich in den vergangenen Jahren entwickelnden Forschungsfeldes zurück: der Soziologie der Bewertung (Lamont 2012; Peetz et al. 2016) bzw. Valuation Studies (Kjellberg et al. 2013). Einem pragmatistischen Impuls folgend, werden dort "Momente der Bewertung" (Hutter/Stark 2015) fokussiert, Bewertungspraktiken nachgezeichnet und zunehmen auch in ihren Kontextbedingungen und ihrer Verwobenheit analysiert. Dezidiert organisationssoziologisch interessierte Studien sind dabei jedoch noch selten (siehe als jüngere Ausnahmen etwa Kornberger 2017; Coutier et al. 2017). Hier setzt die Tagung mit dem Ziel an, das Potential einer bewertungssoziologischen Perspektive für die Organisationssoziologie und umgekehrt einer organisationssoziologischen Perspektive für die Bewertungssoziologie auszuloten.

Vorträge können sich beispielsweise auf folgende Fragenkomplexe beziehen:

  • Bewertung von Organisationen: Wie verändern sich die Bewertungsformate von Organisationen im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen? Wie reagieren Organisationen auf neue Bewertungszumutungen? Können etablierte Verfahren der organisierten Ignoranz durchgehalten werden, oder rücken Bewertungen näher an die organisationale Praxis? Wie verändern sich die Beziehungen zwischen Organisationen durch Bewertungsprozesse?

  • Bewertung durch Organisationen: Worin liegen die Quellen der Legitimität organisierter Bewertungen und wie gehen Organisationen mit etwaiger Kritik an diesen Bewertungen um? Entstehen neue Formen von Bewertungsorganisationen?

  • Bewertung in Organisationen: Wie beschränken und ermöglichen organisationale Strukturen Bewertungsinteraktionen? Wie unterscheiden sich organisierte von nicht-organisierten Bewertungspraktiken? Und wie spezifische Bewertungsformate - zum Beispiel der Leistungsbewertung - im Vergleich von Organisationstypen? In welchem Verhältnis stehen formale und informale Bewertungspraktiken? Wie sind organisationale Bewertungspraktiken miteinander verwoben?

Wir freuen uns auf theoretische und empirische Beitragsvorschläge zu den genannten oder weiteren Fragestellungen bis zum 22.10.2017 (max. 2 Seiten) per E-Mail an: soziologie_der_bewertung@groups.uni-bremen.de

Download: Call for Papers

Literatur:
Cloutier, Charlotte/Jean-Pascal Gond/Bernard Leca (Hrsg.) (2017): Justification, evaluation and critique in the study of organizations: Contributions from French pragmatist sociology. Research in the Sociology of Organizations 52. Bingley: Emerald.
Hutter, Michael/David Stark (2015): Pragmatist perspectives on valuation: An introduction. In: Ariane Berthoin Antal/Michael Hutter/David Stark (Hrsg.), Moments of valuation. Exploring sites of dissonance. Oxford: Oxford University Press, S. 15-36.
Kjellberg, Hans et al. (2013): Valuation Studies? Our collective two cents. In: Valuation Studies 1, S. 11-30.
Kornberger, Martin (2017): The values of strategy: Valuation practices, rivalry and strategic agency. In: Organization Studies. doi: 10.1177/0170840616685365
Lamont, Michèle (2012): Toward a comparative sociology of valuation and evaluation. In: Annual Review of Sociology 38, S. 201-221.
Peetz, Thorsten et al. (Hrsg.) (2016): Schwerpunkt "Soziologie der Bewertung". Berliner Journal für Soziologie 26 (3/4).


Kontakt:
Dr. Thorsten Peetz
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58594
E-Mail: peetz@uni-bremen.de

Prof. Dr. Gerd GlaeskeProf. Dr. Gerd Glaeske
Professor Gerd Glaeske veröffentlicht zusammen mit anderen Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der vergleichenden Versorgungsforschung zwei internationale Publikationen.

Die Verordnungshäufigkeit von ADHS-Medikamenten bei Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten in den USA deutlich erhöht. Erstmals liegen zum Thema auch vergleichende Ergebnisse für Deutschland, Dänemark, die Niederlande, England und die USA vor. Eine internationale Forschergruppe um Professor Gerd Glaeske analysierte im Rahmen einer vergleichenden Versorgungsforschung die Medikamentengabe bei ADHS, unter Berücksichtigung von Prävalenz, Alter und Geschlecht. 

Die wiederholte Querschnittsanalyse von 2005-2012 kommt zu dem Ergebnis, dass trotz des verhältnismäßig geringeren Einsatzes in den vier europäischen Ländern, der Einsatz von ADHS Medikamenten (vorwiegend Methylphenidat) bei Kindern und Jugendlichen stark gewachsen ist. Dagegen kommt es bei der amerikanischen Kohorte nur zu einem moderaten Anstieg (nahezu gleichermaßen mit Methylphenidat und Amphetamin). 

Zusammen mit dem gleichen internationalen Expertenteam untersuchte Gerd Glaeske auch das Verschreibungsverhalten von Antidepressiva für Kinder und Jugendliche in den vergangenen Jahren. Nach einer Black-Box Warnung vor 12 Jahren zur Suizidgefahr bei Kindern und Jugendlichen nach der Einnahme von Antidepressiva kam es zu einem Rückgang der Verschreibungen. 

Die Ergebnisse der Studie mit Vergleichsdaten der o.a. Länder für den Zeitraum 2005-2012 sind jetzt veröffentlicht: die Verschreibungen steigen in Deutschland um 50% an; der Anstieg ist in Dänemark mit 60% am höchsten, in den Niederlanden mit 18 % am moderatesten. Dennoch erhalten in Deutschland nur 0,5% der Jugendlichen bis 19 Jahren überhaupt Antidepressiva. Diskutiert wird daher eine mögliche Unterversorgung bei den 3-6% an Depression erkrankten Kindern und Jugendlichen. Zum Vergleich werden in Dänemark und England an 1% und in den USA an 1,6 % dieser Altersgruppe Antidepressiva verordnet.

Weitere Informationen:
Bachmann, Christian J.; Wijlaars, Linda; Kalverdijk, Luuk J.; Burcu, Mehmet; Glaeske, Gerd; Schuiling-Veninga, Catharina C. M.; Hoffmann, Falk; Aagaard, Lise; Zito, Julie M., 2017: Trends in ADHD medication use in children and adolescents in five western countries, 2005-2012, in: European Neuropsychopharmacology, 27 (5), S. 484 - 493, doi:10.1016/j.euroneuro.2017.03.002

Bachmann, Christian J.; Aagaard, Lise; Burcu, Mehmet; Glaeske, Gerd; Kalverdijk, Luuk J.; Petersen, Irene; Schuiling-Veninga, Catharina C. M.; Wijlaars, Linda; Zito, Julie M.; Hoffmann, Falk, 2016: Trends and Patterns of antidepressant use in children and adolescents from five western countries, 2005-2012, in: European Neuropsychopharmacology, 26 (3), S. 411 - 419, doi:10.1016/j.euroneuro.2016.02.001


Kontakt:
Prof. Dr. Gerd Glaeske
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58559
E-Mail: gglaeske@uni-bremen.de

Tagungsbericht zur Fachtagung "Ageing - Health - Equity".

Der Wissenschaftsschwerpunkt "Gesundheitswissenschaften - Health Sciences" war am 29. und 30. Juni Veranstalter einer internationalen Fachtagung zum Thema "Altern, Gesundheit, Gerechtigkeit - Anforderungen an ein gerechtes Gesundheitssystem" im Konsul-Hackfeld-Haus. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich lebhaft an den Diskussionen der beiden Tage.

Die Fachtagung war anhand von vier Sitzungen zu unterschiedlichen Aspekten des Schwerpunktthemas strukturiert. Es gab jeweils einen Keynote-Speaker und im Anschluss einen oder mehrere Vorträge zu dem Thema, in denen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler über einschlägige Forschungsprojekte berichteten. In der ersten Sitzung legte James Nazroo von der Universität Manchester dar, wie stark Gesundheitszustand und gesundheitliche Versorgung im Alter von sozialen Umständen geprägt wird. Er schlug als wesentliche Policy-Ansätze zur Verminderung dieser gesundheitlichen Ungleichheit die Fokussierung auf das Thema "Wohnen im Alter" sowie auf ein für alle auskömmlichen Rentenniveau vor und begründete dies mit aktuellen Entwicklungen insbesondere in Großbritannien. Einen sehr guten Anschluss an diesen Beitrag bildete der sich anschließende Vortrag zu sozioökonomischer Ungleichheit und nicht abgedeckten Versorgungsbedarfen bei Älteren (Jens Hoebel, RKI Berlin). Ungerechtigkeit bei den Zugängen zur Langzeitpflege im europäischen Vergleich wurde anschließend vorgestellt und diskutiert (Stefania Ilianca, Wien).
Die zweite Sitzung stand unter dem Fokus "Qualifikationsanforderungen und Ausbildung der Gesundheitsberufe". Carol Hall von der Universität Nottingham und Repräsentantin in zahlreichen europäischen Arbeitsgruppen diskutierte in ihrem Beitrag die Wirkungen von Regelwerken auf europäischer Ebene auf nationale (Pflege) Bildungssysteme. In einem weiteren Beitrag zweier Kolleginnen der Universität Maastricht wurde die Entwicklung eines neuen Qualifikationsprofils, des "Geriatric Family Companion" präsentiert (Elisabeth Dorant, Theresia Krieger, Maastricht).
Gegenstand der dritten Sitzung war "Prävention und das Gesunde Altern". Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, gab einen lebendigen und kritischen Einblick in das vieldiskutierte Konzept des "erfolgreichen Alterns" und plädierte für einen breiteren Ansatz, der auch positive Aspekte des Alterns bei Menschen mit vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen umfasst. Eine Analyse zur Zeitnutzung für verschiedene Tätigkeiten des Alltags als alternativen Ansatz zur Untersuchung von Gender- und anderen Einflüssen auf den Gesundheitszustand folgte auf diesen Beitrag (Nicholas Adjei, Bremen).
Die vierte Sitzung beschäftigte sich mit "Altern und Diversity: Anforderungen an Versorgungssysteme". Die Keynote-Speakerin, Janine Suurmond von der Universität Amsterdam stellte Befunde aus den Niederlanden zur Versorgung von alten Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen vor. Im anschließenden Beitrag wurde eine Studie zum Thema Gesundheitsförderung am Beispiel der Freizeitbewegungsaktivitäten von Menschen mit Migrationshintergrund präsentiert (Johanna Schönbach, Uni Bremen).

Ein besonderer Höhepunkt war die Abendveranstaltung in der oberen Rathaushalle, bei der die Senatorin Eva Quante-Brandt als Schirmherrin der Tagung zunächst über die Ergebnisse der Gesundheitsministerkonferenz in der Vorwoche informierte und anschließend in einer Podiumsdiskussion Rede und Antwort stand. Unter der Moderation von Ingrid Darmann-Finck und Hajo Zeeb vom Wissenschaftsschwerpunkt diskutieren die Senatorin, Clemens Tesch-Römer, Heinz Rothgang (SOCIUM, Universität Bremen und Wissenschaftsschwerpunkt) sowie Alexander Künzel von der Bremer Heimstiftung über neue Ansätze in der Verminderung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit im Alter. Das sehr aktiv an der Diskussion beteiligte Publikum umfasste Tagungsteilnehmende und viele Interessierte u.a. aus Verbänden, Ärzteschaft und Gesundheitswirtschaft.

Weitere Informationen:
Webseite zur Public Health Tagung: Aktuelle Gesundheitsforschung: Altern - Gesundheit - Gerechtigkeit


Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de

Dipl. Soz. Kai Huter
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58547
E-Mail: huter@uni-bremen.de

Prof. Dr. Karin GottschallProf. Dr. Karin Gottschall
Fördernetzwerk "Interdisziplinäre Sozialforschung (FIS)" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales stellt dem SOCIUM 1,1 Millionen Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung.

Großer Erfolg für das SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen: Der Antrag der Bremer Soziologieprofessorin Karin Gottschall beim Fördernetzwerk "Interdisziplinäre Sozialforschung" für die Einrichtung der Stiftungsprofessur "Lebenslauforientierte Sozialpolitik" wurde bewilligt. Das FIS finanziert die im Fachbereich Sozialwissenschaften und am SOCIUM angegliederte Professur mit Ausstattung für die kommenden fünf Jahre mit 1,1 Millionen Euro. Die neue Professur wird sich in Forschung und Lehre auf den Zusammenhang von Erwerbsbiographien, Sozialpolitik und sozialer Ungleichheit konzentrieren.

Risiken im Lebensverlauf
Der deutsche Arbeitsmarkt ist durch eine seit Jahrzehnten anhaltend hohe Arbeitslosigkeit einzelner Arbeitsmarktgruppen und die Zunahme unsicherer Beschäftigungsverhältnisse gekennzeichnet. Die Vorstellung eines ununterbrochenen Erwerbsverlaufs bis zum Renteneintritt scheint immer unrealistischer, ein Thema, das unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren zunehmend prägen wird. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Stiftungsprofessur liegen bei neuen und alten Risiken veränderter Erwerbsverläufe und Lebensformen. Darüber hinaus wird sie sich mit den Wirkungen jüngerer sozialpolitischer Reformen in Arbeitsmarkt und Alterssicherung in Deutschland und im internationalen Vergleich auseinandersetzen. Dabei werden spezifische Gruppen - wie Frauen, Personen mit Migrationshintergrund, Erwerbsgeminderte oder Alleinselbständige - in den Blick genommen und der individuelle und gruppenspezifische Umgang mit sozialen Risiken im Lebensverlauf wie auch der alltäglichen Lebensführung untersucht.

Die Professur will zugleich sozialwissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse zu kontrovers diskutierten gesellschaftlichen Fragen wie etwa Lebensstandardsicherung und Armutsrisiken bereitstellen und einen Beitrag zu einer lebenslauforientierten und nachhaltigen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik leisten. Damit fördert die Ausrichtung der Professur die am SOCIUM etablierte Einheit von Sozialpolitikforschung und soziologischer Ungleichheitsforschung und ermöglicht eine weitere Profilierung interdisziplinärer vergleichender Wohlfahrtsstaatsforschung an der Universität Bremen.

Das Bremer SOCIUM
Das SOCIUM ist bundesweit das einzige sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut, das Fragen von Ungleichheit, Sozialpolitik sowie deren gesellschaftliche und politische Wechselwirkungen empirisch wie theoretisch untersucht. Der Fokus der Arbeit liegt auf der fächerübergreifenden Forschung zu den sozialen, ökonomischen, politischen, kulturellen, organisatorischen, rechtlichen, historischen und sozial-medizinischen Bedingungen.

Fördernetzwerk "Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung"
Das 2016 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingerichtete Fördernetzwerk "Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung" finanziert Forschergruppen, Forschungsprojekte und Stiftungsprofessuren und fördert damit innovative Ansätze in der Sozialpolitikforschung.

Weitere Informationen: Fördernetzwerk "Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung"


Kontakt:
Prof. Dr. Karin Gottschall
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58595
E-Mail: karin.gottschall@uni-bremen.de

Axel SteffenAxel Steffen
1. Platz für seine Arbeit zu "Soziale Wohnungsraumagenturen in Deutschland - Eine Ersterhebung".

Axel Steffen hat für seine M.A. Arbeit im Masterprogramm Sozialpolitik zu dem Thema "Soziale Wohnungsraumagenturen in Deutschland - Eine Ersterhebung" eine Auszeichnung des Deutschen Mieterbundes erhalten. Am 67. Deutschen Mietertag in Magdeburg wurde zum zweiten Mal der DMB Studienpreis Wohnungspolitik verliehen, bei dem Axel Steffen den 1. Platz belegte.

Der Preis wird alle zwei Jahre vom Deutschen Mieterbund e.V. und dem Institut für Raumplanung der TU Dortmund vergeben. Mit dem Preis werden herausragende Abschlussarbeiten gewürdigt, die sich auf innovative Weise mit dem Forschungfeld Wohnungspolitik befassen.

Der Masterstudiengang Sozialpolitik bietet eine viersemestrige hochwertige Ausbildung auf internationalem Niveau. Die Entwicklung von Sozialstaat und Zivilgesellschaft, die Auseinandersetzung mit europäischen Wohlfahrtsstaaten, ihre Zukunft unter Globalisierungsbedingungen und internationale Vergleiche sind ebenso Bestandteil des Studiums wie der genaue Blick auf konkrete Teilbereiche und Felder der Sozialpolitik, auf Entwicklung und Folgen sozialpolitischer Maßnahmen. Ziel des Studiums ist es, für wissenschaftliche Tätigkeiten sowohl in Institutionen und Organisationen der sozialen Sicherung als auch in Forschungseinrichtungen der Wohlfahrtsstaats- und Sozialpolitikforschung zu qualifizieren. Die Ausbildung zielt auf berufliche Arbeitsfelder, die sozialwissenschaftliche Reflexion, verantwortliches Handeln und forschungsorientierte Tätigkeiten umfassen.

Weitere Informationen:
Pressemeldung des Deutschen Mieterbunds vom 06. Juni 2017
Master Sozialpolitik


Kontakt:
Dr. Irina Wiegand
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58508
E-Mail: irina.wiegand@uni-bremen.de

Dietrich Milles und Céline Teney veröffentlichen ihre aktuellen Forschungsergebnisse.

Im Wissenschaftsblog "Impulse" der Universität Bremen veröffentlichen Autorinnen und Autoren ihre aktuellen Forschungsergebnisse. "Impulse" bietet jetzt zwei neue Beiträge an. Dietrich Milles, Professor am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik und Dr. Ulrich Meseck aus dem Fachbereich Kulturwissenschaften erläutern, was beim Thema Inklusion durch Bewegung, Sport und Spiel alles möglich ist. In einer Kooperation zwischen Werkstatt Bremen (Martinshof), der AOK Bremen-Bremerhaven und der Universität Bremen haben sie eine bundesweit bisher einmalige Studie durchgeführt. Fünf Jahre lang untersuchten sie mit ihrem Team in den Werkstätten, wie Menschen mit Behinderungen effektiv gefördert und sportlich aktiviert werden können. Dabei haben die Wissenschaftler vorhandene Spiel- und Sportkurse koordiniert, weiterentwickelt und evaluiert. In ihrem Beitrag beschreiben sie detailliert die Effekte.

Was führt Mediziner aus der EU nach Deutschland?

Migrationsmotive von Ärztinnen und Ärzten, die aus der Europäischen Union nach Deutschland kommen, untersucht Céline Teney mit ihrer Kooperativen Nachwuchsgruppe am SOCIUM der Universität Bremen. 1500 Humanmediziner, die seit 2003 nach Deutschland umzogen, wurden nach ihren Beweggründen befragt. Die Soziologinnen veröffentlichen im Wissenschaftsblog "Impulse" nun ihre Zwischenergebnisse. Die stabile wirtschaftliche Lage in Deutschland, gute Bezahlung und bessere berufliche Perspektiven sind Hauptgründe für die Migration der fachlichen Eliten. Die Studie, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wird, listet die Migrationsmotivation nach osteuropäischen und nordwesteuropäischen Ländern auf und stellt die Unterschiede dar.

Weitere Informationen: Wissenschaftsblog der Universität Bremen


Kontakt:
Prof. Dr. phil. Dietrich Milles
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58562
E-Mail: milles@uni-bremen.de

Prof. Dr. Céline Teney
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58644
E-Mail: celine.teney@uni-bremen.de

Logo Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen.Logo Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen.
Universität Bremen lädt zur Podiumsdiskussion über eine gerechte Gesundheitsversorgung für ältere Menschen ins Bremer Rathaus ein.

Der Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen richtet am Donnerstag, 29. Juni 2017, und am darauf folgenden Freitag eine internationale Tagung zum Thema "Altern - Gesundheit - Gerechtigkeit" im Konsul-Hackfeld-Haus aus. Interessierte sind am Donnerstag, 29. Juni 2017, um 19 Uhr zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ins Bremer Rathaus eingeladen. Es diskutieren die Schirmfrau der Tagung, Gesundheitssenatorin Professorin Eva Quante Brandt, Alexander Künzel, Vorsitzender der Bremer Heimstiftung, Professor Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, und Professor Heinz Rothgang vom SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen.

Anforderungen an Politik, Wissenschaft und Gesellschaft
Im Mittelpunkt der Diskussion wird die Frage stehen, welche Anforderungen sich an Politik, Wissenschaft und Praxis stellen, um für Ältere ein gerechtes gesundheitliches Versorgungssystem weiterzuentwickeln. Ziel ist ein Perspektivaustausch zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis. Diskutiert wird, welche Erwartungen und Wünsche aus den verschiedenen Bereichen an die gesundheitlichen Versorgungssysteme gestellt werden.

Professorin Ingrid Darmann-Finck vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen, und Professor Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS werden die Veranstaltung moderieren. Eine kostenlose, verbindliche Anmeldung ist bis zum 25. Juni unter der E-Mail: huter@uni-bremen.de erforderlich.

Informationen zum Wissenschaftsschwerpunkt
Der Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften in Bremen ist deutschlandweit einer der größten und forschungsstärksten Standorte in diesem Bereich. Unter seinem Dach werden die Ressourcen gebündelt und die Kooperation zwischen Universität und außeruniversitären Einrichtungen gestärkt. Beteiligt sind insbesondere das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS, das SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen sowie das Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB). Der Fokus auf Gerechtigkeit im Kontext von Gesundheit und in Gesundheitssystemen bildet eine zentrale Verbindungslinie und damit einen Forschungsschwerpunkt innerhalb dieser Kooperation.

Weitere Informationen: Website zur Tagung


Kontakt:
Dipl. Soz. Kai Huter
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58547
E-Mail: huter@uni-bremen.de

Antragsskizze für ein Exzellenzcluster im April eingereicht.

Gemeinsam mit Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern aus dem InIIS und den Universitäten Hamburg, Hannover, Oldenburg, Osnabrück sowie der Jacobs University erarbeiten Mitglieder des SOCIUM ein Forschungsprogramm zum Thema "Contested Inequalities". Gegenwärtig wird dieser Vorantrag begutachtet. Im September entscheiden das Expertengremium für die Exzellenzstrategie und die Exzellenzkomission darüber, welche der knapp 200 eingereichten Antragsskizzen zur Vollantragstellung aufgefordert werden.

Zusammenfassung der Antragsskizze:

Im 21. Jahrhundert sind die OECD-Länder herausgefordert, gesellschaftspolitische Antworten auf diverse Ungleichheiten - ökonomische, politische, ethnische, generationale oder geschlechterbezogene - zu finden. Diese Ungleichheiten sind nicht neu, doch ihre zunehmende Vielfalt, Häufung und Überlappung ist brisant und potentiell gefährlich geworden. Ungleichheitserfahrungen sind für viele Menschen gelebte, zu bewältigende Wirklichkeit. Wahrnehmung und Reaktionen auf sie bedrohen Sozialintegration und demokratische Legitimität in der OECD-Welt. Die gegenwärtigen populistischen Verschiebungen und autoritären politischen "Involutionen" (Rückbildungen) samt der zunehmenden Verunsicherung mittlerer Schichten und der Prekarisierung unterer Schichten sind Ausdruck dieser großen Herausforderungen.

Angesichts dieser dramatischen Entwicklungen fragt unser Cluster "Umkämpfte Ungleichkeiten (COIN)": Was bedeutet es für gesellschaftliche und politische Dynamiken, wenn zu den fortbestehenden ökonomischen Ungleichheiten weitere wichtige Ungleichheiten hinzutreten? Dazu suchen wir Antworten auf drei miteinander verknüpfte Fragen:

  • Wie bewältigen Individuen ineinander verschränkte Ungleichheiten in ihrer Lebensführung?
  • Wie finden Menschen aufgrund geteilter Ungleichheitserfahrungen zusammen und reagieren gemeinsam?
  • Wie reagieren staatliche Akteure auf die immer klarer zu Tage tretenden Ungleichheiten?


Neue und bessere Antworten sind dringend erforderlich; dazu bedarf es eines vertieften Verständnisses der Settings multi-dimensionaler Ungleichheiten, der Praktiken, mit denen individuelle, kollektive und staatliche Akteure auf die verschiedenen Ungleichheiten reagieren, sowie der intendierten und unintendierten Effekte dieser Reaktionen. COIN konzentriert sich auf die Konflikthaftigkeit dieses Geschehens und die zirkulären Dynamiken interdependenter Reaktionsmuster. In den ersten sieben Jahren liegt die Betonung auf Ländern und ihrem Vergleich, anschließend wird stärker die internationale Einbettung umkämpfter Ungleichheiten analysiert, also die veränderten internationalen Beziehungen in der OECD-Welt und mit dem Globalen Süden.

COIN setzt auf die Stärken der Bremer Forschung in kooperativen, theoriegeleiteten und vergleichenden empirischen Untersuchungen von Ungleichheit und Sozialpolitik in der OECD-Welt. COIN arbeitet mit einem eigenen analytischen Ansatz, in dem die drei Research Areas (individuelle, kollektive und politische Reaktionen) und ein Daten- und Methodenzentrum eng aufeinander bezogen werden. Bremens Soziologie und Politikwissenschaft arbeitet mit ausgewiesenen Kolleginnen und Kollegen im norddeutschen Raum und weiteren nationalen und internationalen Kooperationspartnern zusammen, um den Sozialwissenschaften und der breiten Öffentlichkeit wegweisende Einsichten in Ungleichheitsdynamiken als zentrale Herausforderungen unserer Zeit zu vermitteln und ein weltweit sichtbares Forschungszentrum zu dieser Thematik aufzubauen.

Principal investigators (women) / Maßgeblich beteiligte Wissenschaftlerinnen:
Barlösius, Eva - University of Hannover
Drobnič, Sonja - University of Bremen
Gottschall, Karin - University of Bremen
Hollstein, Betina - University of Bremen
Hornidge, Anna-Katharina - Bremen / ZMT, University of Bremen
Lippke, Sonia - Bremen / Jacobs University
Martens, Kerstin - University of Bremen
Schmidt, Susanne K. - University of Bremen
Schmitt, Carina - University of Bremen
Teney, Céline - University of Bremen

Principal investigators (men) / Maßgeblich beteiligte Wissenschaftler:
Botzem, Sebastian - University of Bremen
Engel, Uwe - University of Bremen
Groh-Samberg, Olaf - University of Bremen
Haunss, Sebastian - University of Bremen
Manow, Philip - University of Bremen
Neckel, Sighard - University of Hamburg
Nonhoff, Martin - University of Bremen
Nullmeier, Frank - University of Bremen
Obinger, Herbert - University of Bremen
Rothgang, Heinz - University of Bremen
Schäfer, Armin - Osnabrück University
Schimank, Uwe - University of Bremen
Tepe, Markus - University of Oldenburg
Windzio, Michael - University of Bremen
Wonka, Arndt - University of Bremen

Kontakt:
Prof. Dr. Kerstin Martens
Institut für Interkulturelle und Internationale Studien - InIIS
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-67498
E-Mail: martensk@uni-bremen.de


Kontakt:
Prof. Dr. Uwe Schimank
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58564
E-Mail: uwe.schimank@uni-bremen.de

Prof. Dr. Heinz RothgangProf. Dr. Heinz Rothgang
Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Forschung zu neuen Technologien in der Pflege.

Die Pflegebranche steht in den nächsten Jahren und Jahrzenten vor großen Herausforderungen. Bedingt durch den demographischen Wandel wird die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich ansteigen. Gleichzeitig erhöht sich in den Krankenhäusern der Anteil von Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Die Pflege dort wird komplexer und durch verkürzte Liegezeiten auch die anschließende Pflege zu Hause anspruchsvoller. Dem steigenden Pflegebedarf steht dabei ein sinkender Anteil erwerbstätiger Menschen gegenüber, die professionelle Pflegearbeit leisten können. Der Fachkräftemangel in der Pflege wird sich weiter verschärfen. Der Beitrag, den digitale Technologien leisten können, um professionelle Pflegefachkräfte, aber auch pflegende Angehörige zu entlasten, wird bisher bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

"Showrooms" für die Fachöffentlichkeit
Mit dem "Pflegeinnovationszentrum", startet jetzt unter Beteiligung der Universität Bremen ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit vier Millionen Euro gefördert wird. Dort gehört es zum Programm "Zukunft der Pflege: Mensch-Technik-Interaktion für die Praxis". Das Oldenburger Institut für Informatik (OFFIS) wird das Pflegeinnovationszentrum koordinieren. Von der Universität Bremen sind Professorin Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung und Professor Heinz Rothgang vom SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, maßgeblich involviert.

Ziel ist es, ein Kompetenzzentrum für Innovationen in der Pflege aufzubauen, das bedarfsgerechte technische Neuerungen zur Unterstützung der Pflege entwickelt, Produkte am Markt und aus Forschungsprojekten erprobt, sowie die Ergebnisse in Laboren und "Showrooms" für die Fachöffentlichkeit, aber auch für die Aus- und Weiterbildung zugänglich macht.

Bremer Forschungsziele
Während auf der einen Seite in den letzten Jahren eine Vielzahl technologischer Lösungen entwickelt wurde, ist eine Integration dieser Entwicklungen in den pflegerischen Alltag bisher nur punktuell gelungen. Bedarfe und die Umsetzung in den Alltag der Pflegenden wurden oft nicht von vornherein mitgedacht. Ziel des Pflegeinnovationszentrums ist es, die konkreten Bedarfe aus Sicht der Pflegenden und Pflegebedürftigen bereits in die Entwicklungsprozesse einzubeziehen. Bestehende Vorbehalte sowie die Ablehnung einer zunehmenden Technisierung und Digitalisierung der Pflege müssen bei der Entwicklung von technischen Innovationen berücksichtigt werden. Wie kann das gelingen? Zentraler Ansatz ist, dass Technik die menschliche Zuwendung in der Pflege nicht ersetzt, sondern diese im Gegenteil unterstützt, indem die Pflegekräfte von anderen Tätigkeiten entlastet werden. Zu den Aufgaben der Bremer Forscher und Forscherinnen gehört zudem die Bewertung der Effektivität und Effizienz der neu entwickelten technischen Innovationen.

Realitätsgetreue Labore einrichten
Im Rahmen des Projekts werden vier realitätsgetreue Labore für verschiedene Pflegesituationen (häusliche Pflege, Pflege in Heimen, Pflege in Kliniken, Pflegedienst-/Kommunikationszentrale) aufgebaut, in denen technologische Entwicklungen einerseits erprobt, andererseits aber auch zur Demonstration und Weiterbildung genutzt werden können. Da sich durch technologische Innovationen auch neue Qualifikationsanforderungen an die Pflegefachkräfte stellen, werden im Rahmen des Projekts auch Qualifikationsmodule für die Pflegeausbildung entwickelt und getestet.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung Nr. 056/2017 des Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 01.06.2017:
Pflege von Angehörigen und Patienten erleichtern. BMBF fördert neuen Cluster "Zukunft der Pflege" und bundesweit erstes Pflegeinnovationszentrum

Kontakt:
Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung: Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung
Tel.: +49 421 218-68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de


Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de

Lehrbuch VersorgungsforschungLehrbuch Versorgungsforschung
Gerd Glaeske (SOCIUM, Universität Bremen) legt als Mitherausgeber einen aktualisierten Wegweiser zur Theorie und zum Stand der Versorgungsforschung und zu Themen für die Optimierung des Gesundheitswesens vor.

Der demografische Wandel und gesellschaftliche Veränderungen stellen das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der Versorgungsforschung, zur Verbesserung der Kranken- und Gesundheitsversorgung beizutragen und Über-, Unter- und Fehlversorgungen zu vermeiden. Das "Lehrbuch Versorgungsforschung" thematisiert die dafür notwendigen Wissensgrundlagen und methodischen Instrumente der Versorgungsforschung in ihrer gesamten Bandbreite. Gleichzeitig ist es Ausdruck für eine immer wichtiger werdende Disziplin und deren rasanter Entwicklung in den letzten Jahren. Insbesondere die theoretischen Grundlagen und zentralen Forschungsmethoden und deren problem- und krankheitsbezogene Anwendung finden vertiefte Berücksichtigung.

Neben den vier Herausgebern und Gründungsmitgliedern des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) stellt ein renommiertes Team von 76 Autoren aus den Bereichen Medizin, Gesundheitswissenschaften, Soziologie, Pharmazie und Gesundheitsökonomie weitere zentrale Themen vor, wie z.B. die Rolle von Patienten und deren Partizipation in der Versorgung, die Aufgabe von Berufsgruppen und Institutionen, die Rahmenbedingungen und Systemfaktoren sowie krankheitsübergreifende Querschnittsthemen. Hier seien exemplarisch der medizinische Bedarf von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung sowie die Arzneimittelversorgung, die Pflege und die Prävention genannt.

Um die Aktualität auch längerfristig zu gewährleisten, sind diverse Kapitel mit einem QR-Code versehen und werden in erforderlichen Zeitabständen aktualisiert.


Kontakt:
Prof. Dr. Gerd Glaeske
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58559
E-Mail: gglaeske@uni-bremen.de