Tagungen - Vorträge - Workshops

Tagungen, Vorträge oder Workshops zur Diskussion und Entwicklung ungleichheitsbezogener und sozialpolitischer Forschung.

Veranstaltungsort:
Universität Bremen GW2
Raum: B3009/B3010
Bibliothekstr. 1
28359 Bremen
Uhrzeit:
Noch nicht bekannt!
Organisation:
Dr. Frank Meier; Dr. Thorsten Peetz

Praktiken des Bewertens sind allgegenwärtig: Schülerinnen werden benotet, Universitäten gerankt, Preise festgelegt, Opernaufführungen kritisiert, Rechenschaftsberichte angefertigt, Gütesiegel vergeben, um nur einige Beispiele zu nennen. Organisationen sind dabei in vielfältiger Weise in das Bewertungsgeschehen einbezogen: Sie geben den sozialen Rahmen ab, in dem Bewertungen vollzogen werden, produzieren und kommunizieren Bewertungen und werden schließlich auch selbst regelmäßig bewertet, evaluiert, geratet und gerankt.

Die Sektionstagung zum Thema "Organisation und Bewertung" soll die Gelegenheit bieten, Phänomene der Bewertung in, von und durch Organisationen der verschiedensten sozialen Felder vergleichend in den Blick zu nehmen.  

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26.04.2018Tagung

Prävention stärken! - Die 4. Säule als wichtiger Baustein für unser Gesundheitssystem

Länger besser leben.-Institut, Universität Bremen
Veranstaltungsort:
HDI-Arena Hannover
Robert-Enke-Straße 3
30169 Hannover
Uhrzeit:
10:30 - 15:30 Uhr
Wiss. Leitung:
Organisation:
Kooperation:

Drei große Trends bestimmen die Entwicklung der Gesundheit in der Bevölkerung reicher Industrieländer. Neben einer steigenden Lebenserwartung ist die Dominanz chronischer, oft aber vermeidbarer Krankheiten unübersehbar. Unübersehbar ist aber auch, dass die Chancen für ein gesundes und langes Leben ungleich verteilt sind, die Lebenserwartung sinkt mit niedrigem Bildungsstand und Sozialstatus. In diesem Zusammenhang kann Prävention zu einer bestimmenden und bedeutenden Variablen moderner Gesundheitssicherung auf medizinischer, politischer und ökonomischer Ebene werden.

Die Nutzung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen kann

  • die Ungleichheit von Gesundheitschancen reduzieren,
  • die Krankheitshäufigkeit in unserer Gesellschaft verringern,
  • die Dauer von Morbidität in unserer Gesellschaft längeren Lebens verkürzen ("compression of morbidity")
  • und sich damit auf Dauer auch kostendämpfend auf das Gesundheitssystem auswirken.


Dieses gesundheitspolitische und gesundheitsökonomische Potenzial von Prävention wird derzeit trotz des bereits im Juli 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetzes noch zu wenig genutzt - die 4. Säule in unserem Gesundheitssystem neben der Behandlung, der Rehabilitation und der Pflege muss weiter gestärkt werden. Mit dem Präventionskongress des "Länger besser leben."-Instituts, einer Kooperation der Universität Bremen und der BKK24 zur Förderung von Prävention und Gesundheit, wollen wir dazu einen Beitrag leisten. Unser Anliegen ist es, das erkennbare Präventionspotenzial mit dem übergeordneten Public-Health-Aspekt zu verbinden. In diesem Kontext geht es auch um die Evaluation bisheriger präventiver Maßnahmen, um die Entwicklung neuer Konzepte und um einen verbesserten Ergebnistransfer in die Öffentlichkeit. Dies ist letztlich auch das Ziel der Kooperation des "Länger besser leben."-Instituts und der BKK24, die vor allem auf regionaler Ebene ihre Präventionsaktivitäten anbietet.

Bei der Veranstaltung werden Aspekte im Rahmen obiger Trends und Perspektiven thematisiert, vorrangig mit Blick auf bereits erreichte Ergebnisse von Präventionsmaßnahmen, z.B. bei der Behandlung von Diabetes und Adipositas. Zudem geht es um die Strategie, zukünftig die Versorgung von Patient*innen mit präventiv wirkenden Aktivitäten zu verbinden, die entweder ihre Wirksamkeit bereits gezeigt haben oder zumindest vielversprechend sind. Zur Umsetzung dieses Vorgehens ist auch die Kooperation mit Ärzt*innen, Apotheker*innen und Angehörig*innen anderer Gesundheitsberufe unerlässlich. Über all dies wollen wir gemeinsam mit geladenen Expert*innen diskutieren und laden Sie dazu sehr herzlich ein.