Veranstaltungen

Das SOCIUM veranstaltet in jedem Semester eine Jour Fixe Reihe, in der aktuelle Ergebnisse der Ungleichheits- und Sozialpolitikforschung zur Diskussion gestellt und aktuelle Entwicklungen erörtert werden.

Spezifisch auf gesundheitspolitische Themen ist das Gesundheitspolitische Kolloquium ausgerichtet, das ebenfalls regelmäßig in jedem Semester veranstaltet wird.

Um die Methodenkompetenzen zu stärken und den interdisziplinären Dialog anzuregen, bietet die Brückenprofessur des Wissenschaftsschwerpunkts Sozialwissenschaften Lectures, Methodenworkshops und -schulungen, durchgeführt von international führenden Expertinnen und Experten an.

Mit Tagungen, Vorträgen, Workshops sowie weiteren Veranstaltungen bietet das SOCIUM Foren zur Diskussion und Entwicklung ungleichheitsbezogener und sozialpolitischer Forschung.

13.10.2021 - 13.10.2021Lecture

Immigration, solidarity and social class

Prof. Lea Ypi (London School of Economics and Political Science (LSE))
Veranstaltungsort:


BIGSSS
Uhrzeit:
14:15-15:45
Ansprechpartner/in:
Organisation:
Semester:
WiSe 2021/22

Progressive scepticism about immigration is rooted in the idea that there is a trade-off between openness to immigration and support for the welfare state. The response to this has so far been to take seriously the nation-state model of solidarity and to seek ways to incorporate its challenges of so as to adapt that model to the circumstances of contemporary politics. The two most prominent avenues are what one might call multicultural solidarity, on the one hand, and supranational solidarity, on the other. In this paper I want to defend a third model, what I will call class-based solidarity. I argue that class-based solidarity offers a more attractive response to the progressive dilemma, illustrate how it relates to the notions of political community we are familiar with and conclude by emphasising the relevance of social class in building bonds of solidarity.

About Lea Ypi
Lea Ypi is Professor in Political Theory in the Government Department, London School of Economics, and Adjunct Associate Professor in Philosophy at the Research School of Social Sciences, Australian National University. Before joining the LSE, she was a Post-doctoral Prize Research Fellow at Nuffield College (Oxford) and a researcher at the European University Institute where she obtained her PhD.

She has degrees in Philosophy and Literature from the University of Rome, La Sapienza, and has held visiting and research positions at Sciences Po, the University of Frankfurt, the Wissenschaftszentrum Berlin, the Australian National University and the Italian Institute for Historical Studies.

Veranstaltungsort:
Online via Zoom

6.12.2021
Uhrzeit:
18:00-19:45 Uhr
Btlg. Organisation:
Semester:
WiSe 2021/22

Die in der Koalitionsvereinbarung vorgestellten Reformkonzepte der Ampel-Regierung werden die Sozialpolitik in den nächsten Jahren maßgeblich bestimmen. Aus der Sicht der Sozialpolitikforschung wollen wir in einem kurzen digitalen Workshop am Montag, 6. 12. 21, 18.00 bis 19:45 Uhr, einen ersten Blick auf die sozialpolitischen Kapitel der Koalitionsvereinbarung richten. Können sich die Vorhaben auf den gegebenen Forschungsstand stützen? Welche Forschungsbedarfe erwachsen aus den Reformüberlegungen?

Es diskutieren: 

Wolfgang Schroeder (Kassel), der eine kurze Einführung geben wird.
Außerdem gibt es kurze Statements von:
Ute Klammer (Duisburg)
Tanja Klenk (Hamburg)
Heinz Rothgang (Bremen)
Katharina Wrohlich (Potsdam)
Mariella Falkenhain (Nürnberg)

Die Moderation übernimmt Frank Nullmeier (Bremen).

Bitte melden Sie sich an unter anmeldung@difis.org. Sie erhalten dann den Zoom-Link zur Veranstaltung. Untenstehend finden Sie den Text der Koalitionsvereinbarung zum Download. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Anmeldung: anmeldung@difis.org

Download: Koalitionsvertrag-Ampel-2021-2025 

Siehe auch: https://www.difis.org/veranstaltungen/5

Veranstaltungsort:
online

16.12.2021
Uhrzeit:
12:00 - 13:00 Uhr
Btlg. Organisation:
Semester:
WiSe 2021/22

The world-wide gender gap in education depends not just on countries' economic performance, but also on cultural factors. However, world cultures are not fixed entities. Rather, culture is a characteristic of groups as well as of (world-)regions. How do global cultures moderate women's low education? Based on data of the World Value Survey, this study applies Latent Profile Analysis to generate a fuzzy-set typology of cultures in the world, but based on individuals instead of nation states. Individuals do not belong exclusively to one culture, but to several cultures simultaneously, with varying probabilities. In the second step, cross-classified logistic multilevel models test the country-time specific effects of 'female' on the risk of getting (at best) low education, controlling for various individual and country-specific factors. Cross-level interactions show that the 'female' effect on low education is indeed moderated by world cultures, but neither world cultures, economic factors nor individual characteristics completely explain the strength of the female effects.

Zoom-Link zur Veranstaltung
Kalender-Eintrag

Veranstaltungsort:


Online
Uhrzeit:
Am 20. Januar 2022 von 12:30 Uhr bis 18:30 Uhr Am 21. Januar 2022 von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Ansprechpartner/in:
Organisation:
Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Der Wohlfahrtsstaat kann als ein wesentliches Strukturelement des gesellschaftlichen Zusammenhalts gelten, der ihn auf vielfältige Weise direkt und indirekt prägt. Ihm obliegt die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse, mit dem Ziel, über alle Statusunterschiede hinweg ein kohäsives Maß an sozialer Sicherheit und sozialem Ausgleich zu erzeugen. Insbesondere in seinen kommunalen und korporativen Ausprägungen sowie über die öffentlichen Infrastrukturen, die sich in seinem Rahmen ausbilden können, kann er für vielfältige Praktiken des Zusammenhalts vor Ort sorgen. Angesichts struktureller Herausforderungen wie dem Wachsen von Marktungleichheiten, demografischen Dynamiken und dem Erstarken einer Debatte um Wohlfahrtschauvinismus etwa, ist jedoch auch danach zu fragen, inwiefern er seinen kohäsiven Aufgaben überhaupt noch genügen kann. Inwiefern gelingt es dem Wohlfahrtsstaat (noch oder nicht mehr), durch sozialen Ausgleich und die Gewährleistung öffentlicher Güter Zusammenhalt zu stiften?

Die Jahrestagung des Cluster 2 wird sich mit der Frage nach dem Zustand der integrativen Kapazitäten des Wohlfahrtsstaates aus den unterschiedlichen Perspektiven innerhalb des FGZ befassen. Dabei steht sowohl die Funktion des Wohlfahrtsstaates als einer Rechtfertigungsordnung im Fokus, in der über die normativen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts gestritten wird; etwa über das Verhältnis von Solidarität und Eigenverantwortung, von Staat und Zivilgesellschaft, oder von öffentlichen Gütern und partikularen Interessen. In diesem Kontext wären über die Diskurse und die narrativen Figuren des (wohlfahrtsstaatlichem) Zusammenhalts zu sprechen. Es stehen aber auch Fragen zur Disposition, die mit seinen strukturellen Dynamiken zusammenhängen und auf vielfältige Weise nicht nur Ungleichheiten reduzieren, sondern auch alte Ungleichheiten stabilisieren oder gar neue provozieren können. Zu fragen wäre in diesem Zusammenhang nach den „funktionalen Äquivalenten“, die die strukturellen Probleme der Wohlfahrtsstaatlichkeit im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt kompensieren können. Über die direkten und sichtbaren Beiträge konkreter wohlfahrtsstaatlicher Maßnahmen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt hinaus gilt es daher, staatliche Aktivitäten in ihrer Breite und ihren vielfältigen Beziehungen zu Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit, aber auch Markt und Familie in den Blick zu nehmen. Nicht zuletzt im internationalen Vergleich wäre auch zu fragen, inwiefern gesellschaftliche Polarisierungen gerade in Gesellschaften mit „schwachen“ Wohlfahrtsstaaten zu beobachten sind.

Wie steht es also um die „utopischen Energien“ des Wohlfahrtsstaates (Habermas) und um die „Staatsbedürftigkeit der Gesellschaft“ (Vogel) für Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts? Hierbei geht es keineswegs nur um zentralstaatliche Perspektiven, sondern auch um kommunale und regionale Aktivitäten, Praktiken und Diskurse, die vor Ort kohäsive oder auch selektive Wirkungen entfalten können.

Anmeldung & Programm

Anmeldungen für die Tagung senden Sie bitte bis zum 19. Januar 2022 per email an Martin Bacher. Die Einwahldaten werden dann im Vorfeld der Tagung versendet.

Zum Programm

Veranstaltungsort:


Online
Uhrzeit:
8:00 - 16:00 Uhr
Veranstalter/in:
Prof. Dr. Wiebke Schulz; Heike Solga (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB))
Ansprechpartner/in:
Semester:
WiSe 2021/22

Thematic Conference

Technological Change, Digitalization and Life Course Inequalities

Technological change has major implications for social inequality. Most of the research focuses on changes in skill requirements and labor market transformations. Yet, digitalization, more than ever before, has the potential to impact inequalities across a wide range of life domains and for different groups in society. This workshop aims to connect researchers to discuss the most important developments and challenges that digitalization has for inequality. The aim is to stimulate and cross-fertilize research on digitalization and inequality regarding various dimensions of the life course and life periods/stages, across various institutional settings. Example questions are: Are gender inequalities intensified or alleviated by technological changes? Do digital technologies foster family relations across generations? What are the implications of changes in skill requirements at work for the reproduction of social inequality? Can elderly benefit from technological advancements or are they left behind? How doesdigitalization impact ethnic inequalities and segregation (e.g., language barriers, labor market integration)?

This workshop encourages contributions on the following topics (but not limited to)

  • Labor market inequality;
  • Family relations;
  • Gender inequality;
  • Cognitive and noncognitive skills;
  • Educational inequality;
  • Work-life interferences;
  • Well-being;
  • Civic and democratic participation


Keynote Speakers

Mario L. Small, Harvard University
Glenda Quintini, OECD

ECSR Thematic Conference

 

21.04.2022 - 22.04.2022Tagung

Lebenslaufgerechte Sozialpolitik: Entwürfe und Utopien

Dr. Thurid Eggers; FIS-Stiftungsprofessur Lebenslauforientierte Sozialpolitik; Prof. Dr. Simone Scherger
Veranstaltungsort:
Haus der Wissenschaft
Raum: Olbers-Saal
Sandstr. 4/5
28195 Bremen
Uhrzeit:
21.04.: ab 13 Uhr; 22.04.: bis 14 Uhr
Organisation:

Veränderte Lebensläufe (z. B. Lebensformen und Familienverläufe, Erwerbsverläufe) stellen eine Herausforderung für sozialpolitische Absicherung dar. Zugleich werden traditionelle Formen der (erwerbszentrierten) Absicherung schon immer nur denjenigen Lebensläufen gerecht, welche bestimmten normativen Modellen genügen. Zusätzlich stellen Vermarktlichung, Privatisierung und andere Transformationstendenzen sozialer Sicherung individuelles Lebenslaufhandeln vor neue Probleme und Aufgaben. Sich abzeichnende erneute Verteilungskämpfe und gesellschaftliche Krisen wie diejenige infolge der Covid-19-Pandemie gehen auch mit einer kritischeren Betrachtung des Zusammenspiels zwischen Lebensläufen und Sozialpolitik einher.
Vor diesem Hintergrund sollen auf der geplanten Veranstaltung politische Regelungen und Maßnahmen in den Blick genommen werden, welche anstreben, den Komplexitäten von Erwerbs- und Lebensverläufen besser gerecht zu werden als bisherige Formen sozialer Absicherung. Inkrementelle Reformen und Reformkonzepte werden ebenso diskutiert wie größere Entwürfe, wobei wissenschaftliche und aus der (politischen und anderen) Praxis kommende Perspektiven zusammengebracht werden sollen.
Thematisiert werden Formen von Erwerbstätigkeit und ihre Absicherung (mit dem Schwerpunkt auf atypischer Beschäftigung, Solo-Selbstständigkeit, Erwerbshybridisierung), Migration und lebenslauforientierte soziale Sicherung, Formen von (Sorge-)Arbeit und ihre Anerkennung sowie Konzepte des bedingungslosen Grundeinkommens.

Programm (aktuelle Fassung)