Aktuelles

A new study published in the Public Administration Review

This study examines whether street-level bureaucrats' preferences toward algorithmic decision support (ADS) induce a unilateral shift of technology-related risks onto clients of the public employment service. Expanding on public value theory and research on moral agency in public service work, we argue that case managers' choices of ADS designs are shaped by a plurality of professional, service, and efficiency values. To test this argument, we conducted a conjoint experiment on a representative sample of German Federal Employment Agency case managers. Respondents compared pairs of hypothetical ADS systems that differed in their design features, reflecting varying degrees of the realization of public values. The empirical results indicate that case managers' choices do not result in biased design. Instead, case managers balance design features reflecting professional and service values while maintaining administrative efficiency. Case managers appreciate ADS support but firmly reject the mandatory use of such advice.


Kontakt:
Prof. Dr. Markus Tepe
Unicom-Gebäude
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58520
E-Mail: markus.tepe@uni-bremen.de

Neue Studie von Frank Nullmeier für die Heinrich-Böll-Stiftung

Die Rente gehört zu den zentralen Elementen der sozialen Sicherung in Deutschland. Sie ist allerdings in den letzten zwei Jahrzehnten in die Diskussion geraten: Meist wird die demographische Entwicklung verantwortlich gemacht: die Menschen werden immer älter, was die Bezugsdauer der Renten verlängert, und niedrige Geburtenraten sorgen dafür, dass immer weniger beruflich aktive für immer mehr Rentnerinnen und Rentner in das Rentensystem einzahlen müssen.

Entsprechend laut und schrill sind die Kassandrarufe in den Medien. Dagegen sind die Beitragssätze zur Rentenversicherung seit Jahren stabil und es gibt so viel sozialversicherungspflichtige Erwerbstätige wie noch nie. 

Das wirft die Frage auf, ob und wie auch in Zukunft verlässliche und angemessene Renten garantiert und vor allem finanziert werden können.

Diesem Thema widmet sich die Studie, die Frank Nullmeier unter Mitarbeit von Magnus Brosig im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung verfasst hat. Die Studie diskutiert die wesentlichen Stellschrauben für mögliche Reformen sowie die dafür bislang unterbreiteten Vorschläge. Dabei wird deutlich, dass gezielte Reformen die Stabilität des Rentensystems sichern können, ohne für die jungen Generationen die sozialen Errungenschaften infrage zu stellen.

Weitere Informationen:
Rente-mit-zukunft-reformszenarien-der-alterssicherung

Studie


Kontakt:
Prof. Dr. Frank Nullmeier
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58576
E-Mail: frank.nullmeier@difis.org

Markus Tepe als stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) wiedergewählt

Die Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) ist mit derzeit über 2.000 Mitgliedern die größte Fachorganisationen für Politikwissenschaft. Sie vertritt nicht nur das Fach etwa bei Anhörungen durch Parlamente oder gegenüber den Kultusbehörden für das Schulfach Politik, sondern schlägt auch die Vertreterinnen und Vertreter des Fachs für die Wahl der Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vor. Der neue Vorsitz ist wie der neue Vorstand für eine Drei-Jahres-Periode (bis 2027) gewählt. Markus Tepe war bereits im bisherigen Vorstand (2021-2024) stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung.

Markus Tepe ist seit Oktober 2023 Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politisches System der Bundesrepublik sowie Theorie und Empirie des Wohlfahrtsstaates an der Universität Bremen sowie Abteilungsleiter am SOCIUM. Er studierte Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Wirtschaftspolitik in Münster und promovierte an der Freien Universität Berlin. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem an die Universitäten Stanford und Yale. Tepe war Juniorprofessor für Positive Politische Theorie und zuletzt Professor für das Politische System Deutschlands an der Universität Oldenburg. Seine Forschung befasst sich mit den Determinanten von Wahl- und Entscheidungsverhalten in Politik und Verwaltung.

Weitere Informationen

https://www.dvpw.de/informationen/infos/details/news/neuer-dvpw-vorstand-gewaehlt-1

 


Kontakt:
Prof. Dr. Markus Tepe
Unicom-Gebäude
Mary-Somerville-Straße 5
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Tel.: +49 421 218-58520
E-Mail: markus.tepe@uni-bremen.de

Zwei SOCIUM-Forscher:innen an erfolgreichem EU Horizon 2024-Antrag beteiligt.

Die beiden SOCIUM-Forscher:innen Sebastian Haunss und Sophia Hunger haben den Zuschlag für ein dreijähriges Projekt erhalten, das im Rahmen von EU Horizon 2024 finanziert wird. Das Projekt, an dem auch Heiko Pleines von der Forschungsstelle für Osteuropastudien der Universität Bremen beteiligt ist, beginnt am 1. Januar 2025.
Ziel des Projekts ist eine umfassende vergleichende Analyse der Rolle verschiedener Akteure, deren Handeln die Muster der Protestkultur beeinflussen könnte.

Wichtige Forschungsziele:
  • Repertoire und Framing von Protestierenden/Aktivisten in Ländern mit unterschiedlicher Demokratiequalität im Kontext laufender Entdemokratisierungsprozesse
  • Instrumentalisierung institutioneller und diskursiver Mechanismen („harte“ und „weiche“ Maßnahmen) durch die Behörden zur Bekämpfung der Protestkultur in den Untersuchungsländern;
  • Die Rolle von Mainstream-Medien und sozialen Medien - ihre Vermittlung und ihr Einfluss - bei der Auslösung oder Herausforderung der Protestkultur in den Untersuchungsländern;
  • Die Rolle der Bürger in der Protestkultur in den Untersuchungsländern
  • Der Einfluss der aktuellen Muster der Protestkultur auf den Zustand der Demokratie in den Untersuchungsländern

Zurzeit sucht das Projekt eine:n Doktorand:in (siehe Stellenausschreibung hier)

Kontakt:
Prof. Dr. Sebastian Haunss
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58572
E-Mail: sebastian.haunss@uni-bremen.de

Prof. Dr. Sophia Hunger
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58579
E-Mail: hunger@uni-bremen.de

Projekt von Prof. Haunss veröffentlicht Daten-Plattform

Wer demonstriert wann, wo und zu welchem Thema? Während Wahlergebnisse und Bevölkerungsumfragen für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind, gilt dies bisher nur sehr begrenzt für Daten zu Protestdynamiken in Deutschland. Wissenschaftlich abgesicherte Informationen darüber, wer, wann, zu welchen Themen und mit welchen Mitteln protestiert, sind jedoch von zentraler Bedeutung für Journalist:innen, die Zivilgesellschaft und die interessierte Öffentlichkeit, um aktuelle Protestereignisse einordnen und deuten zu können. Prof Dr. Sebastian Haunss vom SOCIUM, zusammen mit anderen Wissenschaftler:innen vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) haben vor diesem Hintergrund eine einfach handhabbare und frei zugängliche Online-Plattform entwickelt, auf der systematisch erhobene Daten zum Protestgeschehen im Deutschland aufbereitet und für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Plattform protestdata.eu beinhaltet Informationen zu Protestkampagnen und Protestaktionen von 1950 bis 2002 im gesamten Bundesgebiet sowie in 18 deutschen Städten zwischen 2009 und 2020.

 

protestdata.eu ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). An beiden Institutionen forschen Teams zur zeitlichen und thematischen Entwicklung von lokalem Protest. Die Idee zur Visualisierung der Daten für eine breitere Öffentlichkeit ergab sich durch die laufende Kooperation in einer Arbeitsgruppe des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung, an dem alle Beteiligten assoziiert sind.

 

Bei Fragen zur Online-Plattform wenden Sie sich gerne an:fgz.protest@uni-bremen.de.

Kontakt:
Prof. Dr. Sebastian Haunss
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58572
E-Mail: sebastian.haunss@uni-bremen.de