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Ausbau der interdisziplinären Sozialpolitikforschung mit klarem Fokus auf zukünftige Herausforderungen

Duisburg/Bremen – Das Deutsche Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) startete am 1. Mai 2026 in seine zweite Förderphase. Die neue Förderung durch das BMAS erstreckt sich bis zum 31. Dezember 2029. Aufbauend auf den in der ersten Förderperiode von 2021 bis 2026 geschaffenen Grundlagen bearbeitet das DIFIS ein neues Forschungsprogramm in vier Forschungsfeldern, konsolidiert bewährte Instrumente für die wissenschaftliche Vernetzung und die Zusammenarbeit mit Politik und Praxis und entwickelt damit die interdisziplinäre Sozialpolitikforschung im Hinblick auf zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen strategisch weiter.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der neuen Förderphase auf der prospektiven Sozialpolitikforschung. Ziel ist es, frühzeitig relevante Entwicklungen zu identifizieren und wissenschaftlich fundierte Orientierungen für Politik und Praxis zu erarbeiten. Inhaltlich konzentriert sich das DIFIS auf zentrale gesellschaftliche Transformationsprozesse wie demografischen Wandel, Migration, Digitalisierung und Klimawandel und bündelt diese in vier neu ausgerichteten Forschungsfeldern, die sich unter anderem mit Arbeitswelt, sozialen Sicherungssystemen, Lebensverläufen sowie der Steuerung und Umsetzung von Sozialpolitik befassen.

Gleichzeitig baut das DIFIS seine Aktivitäten weiter aus. Neben zusätzlichen Forschungsprojekten sind neue Veranstaltungsformate sowie ein verstärkter Transfer und Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit geplant. Damit soll die Vernetzung innerhalb der sozialpolitischen Forschungslandschaft weiter gestärkt und die Sichtbarkeit evidenzbasierter Sozialpolitikforschung erhöht werden.

„Die zweite Förderphase ist ein wichtiger Schritt, um die Rolle des DIFIS als führende Plattform der Sozialpolitikforschung weiter auszubauen. Gerade angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen ist eine fundierte, interdisziplinäre Forschung wichtiger denn je“, so die Direktorin des DIFIS, Prof. Dr. Ute Klammer.

Mit der Fortsetzung der Förderung unterstreicht das DIFIS seinen Anspruch, langfristig zur Weiterentwicklung einer evidenzbasierten und zukunftsorientierten Sozialpolitik beizutragen.

Im Rahmen der zweiten Förderphase schreibt das DIFIS aktuell Fellowships sowie Issue-Networks aus – Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben.

Über das DIFIS
Das Deutsche Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) fördert die sozialpolitische Forschung in Deutschland durch Vernetzung, Nachwuchsförderung und Wissenstransfer. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und von der Universität Duisburg-Essen sowie der Universität Bremen getragen.

Kontakt zur Öffentlichkeitsarbeit im DIFIS:

Dana Morisse
Deutsches Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung
Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)
Universität Duisburg-Essen
Presse@difis.org
www.difis.org

Das FID-Gender-Team beim Kickoff im Februar 2026 Foto: Christian Demarco Das FID-Gender-Team beim Kickoff im Februar 2026 Foto: Christian Demarco
DFG fördert Qualiservice als Partner des FID Gender

Das Forschungsdatenzentrum Qualiservice wird als Partner des Fachinformationsdienstes Geschlechterforschung/Gender Studies (FID Gender) von Beginn der ersten Förderphase an für drei Jahre (2026-28) durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Mit dem FID Gender entsteht erstmals eine koordinierte Infrastruktur zur wissenschaftlichen Informationsversorgung für die inter- und transdisziplinäre Geschlechterforschung in Deutschland. Ziel ist es, Forschende sowohl in den Gender Studies als auch in anderen Disziplinen mit geschlechterbezogenen oder intersektionalen Perspektiven zu unterstützen. Dazu werden bestehende Rechercheinfrastrukturen gebündelt, die Literaturversorgung verbessert und neue Informations- und Beratungsangebote im Bereich Forschungsdatenmanagement und Open Access geschaffen. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Förderung und Sichtbarmachung geschlechterbezogener Forschung, insbesondere durch das geplante Fachportal, welches im Laufe des Jahres 2026 online gehen wird.

Qualiservice engagiert sich für den Aufbau einer fachspezifischen Anlauf- und Beratungsstelle für die Archivierung und Sekundärnutzung qualitativer Forschungsdaten in den Gender Studies. Wir bündeln und bereiten Informationen zu bestehenden Forschungsdateninfrastrukturen auf und entwickeln praxisnahe Informations-, Beratungs- und Trainingsangebote für die Fachcommunity.

An dem Verbundprojekt FID Gender sind beteiligt:

 

Weitere Informationen finden Sie in den Beiträgen unserer Kooperationspartner.

MvBZ
https://www.mvbz.fu-berlin.de/vernetzung/fid_gender/index.html

GESIS
https://www.gesis.org/cews/drittmittelprojekte/aktuelle-projekte/fid-gender-studies


Contact:
Hai Ha Nguyen
SOCIUM Research Center on Inequality and Social Policy
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Phone: +49 421 218-58528
E-Mail: haiha.nguyen@uni-bremen.de