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Presse- und Kurzmitteilungen der Abteilung "Theoretische und normative Grundlagen".

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Die Zeitschrift für Sozialreform (ZSR) ist seit kurzem in einem kostenfreien Kompaktformat erhältlich. Dieses enthält alle Beiträge der Zeitschrift in verkürzter und vereinfachter Form.

Ende Juni ist die aktuelle Ausgabe der ZSR-Kompakt erschienen. Das im letzten Jahr entwickelte Format enthält kostenfreie Kurzfassungen aller in der Zeitschrift für Sozialreform veröffentlichten Beiträge. Aus komplexen, wissenschaftlichen Artikeln werden leicht verständliche, zeitungsähnliche Texte mit einem hohen Informationsgehalt. Diese eignen sich für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um einen schnellen Überblick über die aktuelle Sozialpolitikforschung zu erhalten, genauso wie für Studierende und Interessierte, die nach ersten Einblicken in das Forschungsfeld suchen.

Die Kompaktversion der Zeitschrift für Sozialreform kann über die Webseiten www.z-sozialreform.de, www.sozialpolitik-aktuell.de sowie über die Newsletter der beiden Portale bezogen werden.

Thematisch decken die Beiträge der ZSR und ZSR-Kompakt verschiedene sozialpolitische Bereiche ab, die von Rentenpolitik über Arbeitsmarktpolitik und Familienpolitik bis hin zur Gesundheitspolitik reichen. Die Autorinnen und Autoren der Zeitschrift nehmen dabei unterschiedliche disziplinäre und methodische Perspektiven ein. Politikwissenschaftliche Ansätze sind genauso vertreten wie soziologische, juristische oder ökonomische Herangehensweisen.

Das vor kurzem erschienene Heft 2/2015 enthält vier Beiträge, die thematisch breit gestreut sind:

  • Im eröffnenden Text diskutieren Franz-Xaver Kaufmann und Stephan Lessenich über die Entwicklung der soziologischen Wohlfahrtsstaatsforschung,

  • im zweiten Text geht Michael Haus der vermeintlichen Krise der Mittelschicht und ihren Folgen für die Akzeptanz des Wohlfahrtsstaates nach,

  • im dritten Text untersuchen Katharina Hörstermann und Hans-Jürgen Andreß, wie hoch die Bevölkerung den Grundsicherungsbedarf von Hilfesuchenden einschätzt und

  • im vierten Texten berechnen David Bowles und Wolfgang Greiner die Auswirkungen des 2014 beschlossenen Pflegevorsorgefonds auf den Beitragssatz zur Pflegeversicherung.

Kontakt
Redaktion der ZSR
Zentrum für Sozialpolitik
Abteilung "Theorie und Verfassung des Wohlfahrtsstaates"
E-Mail: zsr@uni-bremen.de

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ZSR-Kompakt 2/2015
Die wichtigsten Inhalte der ZSR in leicht verständlicher Kurzform.

Weitere Informationen
Zeitschrift für Sozialreform

 

Mit zahlreichen Beiträgen, u.a. von Stephan Leibfried, Frank Nullmeier und Magnus Brosig, in der Zeitschrift "Deutsche Rentenversicherung" erschienen.

Soeben erschien im Heft 1 von "Deutsche Rentenversicherung" eine Bilanz quer durch alle einschlägigen Disziplinen zur "Entwicklung der Sozialpolitik in Forschung und Lehre" an den deutschen Universitäten. Zum Inhalt: Die Sozialpolitik verschwindet seit den 1990er Jahren zunehmend aus dem universitären Wissens- und Ausbildungssystem in Deutschland, und zwar in allen fünf einschlägigen Disziplinen (Jura, Ökonomie, Soziologie, Politikwissenschaft und Geschichte), am wenigsten gilt noch für das Recht (aber da wird das Wissen deutlich flacher). Was bleibt, ist ein gewisses juristisches Gerippe (weil es eine Sozialgerichtsbarkeit gibt) und im übrigen bei Bedarf schnell hingeworfene Modelle bzw. eine Hobby-Beschäftigung mit dem Thema. Damit fehlt die öffentliche, andauernde, begleitende, empirisch fundierte Expertise. Zurück bleibt sektorales Maschinenraumwissen im und über den Sozialstaat, ein Wissen, das nur einen begrenzten Radius hat (Spartenwissen, kaum Wissen über die Maßnahmefolgen, ...) und kaum nach außen dringt; und es bleibt kaufbare private Expertise (in Beratungsunternehmen und in außeruniversitären Wirtschaftsinstituten). Das Fundament für eine informierte Öffentlichkeit und öffentliche Begleitung von Sozialpolitik ist dann entfallen. Eine "Sozialpolitik im Blindflug" wäre das Ergebnis. Will man sich das ernsthaft für die Riesenmaschine "Sozialstaat" leisten, die in Deutschland ein Drittel des Bruttoinlandprodukts erfasst und die Hälfte der öffentlichen Haushalte ausmacht?

Europa blickt in der Sozialpolitik seit 1880 immer auf Deutschland als sozialpolitisches Musterland, und das verstärkt seit den 1990er Jahren, aber die "intellectual leadership" für ein "soziales Europa" (Jacques Delors) wird so entfallen - obgleich sie in der heutigen Zeit besonders nötig wäre, wo die Europäische Union (EU) mit der reinen Austeritätspolitik im Süden in einer Sackgasse gelandet ist und Brüssel seit zwei Jahren mit einer europäischen Arbeitslosenversicherung hilflos einen Ausweg sucht. Europas Plan B heißt dann Großbritannien (das neoliberale Modell) oder, im günstigsten Fall, schauen wir ad hoc auf die Erfahrungen der kleinen Länder in Benelux und Skandinavien.

Ironisch ist nachzutragen: Es wird dann in den USA mehr sozialpolitisches Wissen über das eigene Land im Universitätssystem geben als in Deutschland. Das Universitätssystem der USA ist so groß, fördert massiv Empirie und toleriert Diversität so stark, dass es einen institutionalisierten Plan B im Wissenschaftssystem hat, wenngleich der dortige Sozialstaat nie vollendet wurde und brüchig blieb. In Deutschland kennen wir keinen solchen Plan B in unserem Wissenssystem. Wir hätten dann ein Wissenschafts- und Ausbildungssystem, das mit dem Rücken zum Sozialstaat steht.

Folgende Beiträge sind zu diesem Schwerpunktthema in Heft 1 der Zeitschrift "Deutsche Rentenversicherung" enthalten:

    • Prof. Dr. Stephan Leibfried, Dr. Christina Stecker:
      Sozialpolitik: Bilanz und Perspektiven für Forschung und Lehre an den deutschen Universitäten – eine Einführung

    • Prof. Dr. Ursula Dallinger, Prof. Dr. Stephan Lessenich, Prof. Dr. Ilona Ostner:
      Soziologische Forschung zur Sozialpolitik: Geschichte, Institutionalisierung, Herausforderungen

    • Prof. em. Dr. Richard Hauser:
      Die institutionelle Verankerung von Lehre und Forschung zur Sozialpolitik in den Wirtschaftswissenschaften an deutschen staatlichen Universitäten

    • Prof. Dr. Werner Sesselmeier:
      Wissenschaftliche Forschung zur Sozialpolitik in den Wirtschaftswissenschaften: Bilanz und Perspektiven

    • Prof. Dr. Ulrich Becker:
      Wissenschaftliche Forschung zum Sozialrecht – Bilanz und Perspektiven aus Sicht der Rechtswissenschaften

    • Prof. Dr. Frank Nullmeier, Dr. Magnus Brosig:
      Politikwissenschaftliche Forschung zur Sozialpolitik und Alterssicherung

    • PD Dr. Winfried Süß:
      Die Geschichte der Sozialpolitik als Teil der Neueren und Neuesten Geschichte/Zeitgeschichte

    • Prof. Dr. Stephan Leibfried:
      Zentrale Ergebnisse des Memorandums "Förderinitiative Stiftungsprofessuren Sozialpolitik"

Weitere Informationen:
Zeitschrift "Deutsche Rentenversicherung"


Kontakt:
Prof. Dr. Stephan Leibfried
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58606
E-Mail: stlf@uni-bremen.de

Hg. von Stephan Leibfried, Evelyne Huber, Matthew Lange, Jonah D. Levy, Frank Nullmeier, und John D. Stephens.

"The Oxford Handbook of Transformation of the State" erscheint in der bekannten Handbuchreihe, deren Bände von Oxford University Press initiiert werden. Mit diesem Werk zieht der Bremer Sonderforschungsbereich "Staatlichkeit im Wandel", dessen Arbeit 2003 begann und 2014 abschloss, zusammen mit vielen internationalen Staatsforscherinnen und Staatsforschern eine große Schlussbilanz zum "state of the state". Das geschieht nicht nur für den Globalen Norden, sondern auch für den Globalen Süden, also für die gesamte Staatenwelt. Mit diesem Handbuch kommen 12 Jahre Bremer Forschung zu einem ersten international sichtbaren Abschluss.

Das Handbuch hat bei 44 Kapiteln fünf Abteilungen:

  1. Die Entstehung der modernen Staaten.
  2. Internationalisierung und Staat.
  3. Die laufenden Transformationen der Kern-OECD-Staatenwelt.
  4. Post-kommunistische Besonderheiten: Staatstransformationen in der früheren kommunistischen Welt.
  5. Staaststransformationen im Globalen Süden.


Zudem gibt es eine umfangreiche Zuführung zu diesem Großthema in den Kapiteln 1 und 2, samt einer ersten Synthese in Kapitel 9, und einen Ausblick in Kap. 44.

Derzeit ist das Handbuch für einen um 30% reduzierten Preis beim Verlag zu beziehen. In zwei Jahren wird es als Paperback erscheinen - und für Studierende erschwinglich sein.

Download:
Table of Contents

Weitere Informationen:
Oxford University Press


Kontakt:
Prof. Dr. Frank Nullmeier
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58576
E-Mail: frank.nullmeier@uni-bremen.de

Prof. Dr. Stephan Leibfried
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58606
E-Mail: stlf@uni-bremen.de

Karl Hinrichs: In the Wake of the Crisis: Pension Reforms in Eight European Countries

Die Finanzmarktkrise von 2008 und in deren Gefolge die Große Rezession sowie Staatsschuldenkrisen in verschiedenen EU-Ländern haben einschneidende Reformen der Alterssicherungssysteme ausgelöst, welche die Finanzierung der Renten kurz- und langfristig sicherstellen und/oder Vorstellungen von Generationengerechtigkeit realisieren sollen. Dringlicher war es jedoch, den fiskalischen Manövrierspielraum wieder zu erweitern und Kredithilfen von internationalen Geldgebern (IWF, EU) zu erlangen.

Diese Rentenreformen unterschieden sich von früheren im Hinblick auf den Umfang und den politischen Prozess.
(1) Sie waren groß, zeitigten demzufolge eine signifikante und unmittelbare Wirkung auf die Lebensbedingungen der jetzigen und künftigen Rentenbezieher, und manchmal wurde auch die bis dahin verfolgte Politikausrichtung verändert.
(2) Die nach 2008 erfolgten Reformen passierten rasch den Gesetzgebungsprozess und wurden ohne lange Übergangsfristen umgesetzt.

In diesem Papier werden die Rentenreformen in acht krisengeschüttelten EU-Ländern betrachtet, nämlich Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Portugal, Rumänien, Spanien und Ungarn. Dabei geht es um die Inhalte dieser Reformen und die Umstände, die jeweils zu diesen Veränderungen geführt bzw. sie ermöglicht haben. Gezeigt wird, dass die Herausforderungen, mit denen diese Länder konfrontiert waren (oder sind), einschneidende Veränderungen erlaubten bzw. erzwangen, die ansonsten kaum durchsetzbar gewesen oder in Anbetracht der politischen Konsequenzen von den jeweiligen Regierungen so nicht in Angriff genommen worden wären. Weiterhin werden im Ländervergleich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beleuchtet sowie nach den bislang erkennbaren sozialen Konsequenzen gefragt.

Download: ZeS Arbeitspapier 01/2015

Prof. Dr. Stefan Traub, Sprecher der Forschergruppe 2104 Prof. Dr. Stefan Traub, Sprecher der Forschergruppe 2104 "Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsprozeduren"
Sprecherfunktion und zwei Teilprojekte am Zentrum für Sozialpolitik.

Auf seiner Oktober-Sitzung hat der Senat der DFG die Einrichtung einer Forschergruppe „Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsprozeduren“ (FOR 2104) an der Universität Bremen beschlossen. Die Forschergruppe ist ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit insgesamt elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Bremen, Hamburg, Oldenburg und Wien sowie der Jacobs University Bremen aus den Disziplinen Philosophie, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Sprecher der Forschergruppe ist der Volkswirt Professor Stefan Traub, Co-Leiter der Wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung des Zentrums für Sozialpolitik (ZeS). Die Universität Bremen ist zudem mit den Politikwissenschaftlern Professor Frank Nullmeier und Tanja Pritzlaff (beide ebenfalls vom ZeS, Abteilung Theorie und Verfassung des Wohlfahrtsstaates) und Professorin Dagmar Borchers (Institut für Philosophie) an der Forschergruppe beteiligt.

In der ersten dreijährigen Förderphase (2015-2017) wird die Forschergruppe der Frage nachgehen, wie auf individueller Ebene Bedarfe identifiziert und diese auf gesellschaftlicher Ebene anerkannt werden. Führt der Prozess der Bedarfsanerkennung zu einem stabilen Ergebnis? Und welche ökonomischen Anreizeffekte gehen von bedarfsgerechter Umverteilung aus? Eine Besonderheit der Forschergruppe ist, dass alle Teilprojekte interdisziplinär besetzt sind und die jeweiligen Fragestellungen mit Hilfe von Laborexperimenten untersucht werden, in denen Versuchspersonen realistische Verteilungsentscheidungen treffen. Das langfristige Ziel ist die Formulierung einer normativen Theorie der Bedarfsgerechtigkeit auf Basis dieser experimentellen Beobachtungen. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler orientieren sich dabei an zwei zentralen Vermutungen: zum einen, dass es dem Einzelnen leichter fällt, die bestehenden Verteilungsprinzipien zu akzeptieren, wenn diese transparent sind; zum anderen, dass die Zustimmung zum Verteilungsergebnis umso höher ist, je mehr Expertise bei der Verteilung herangezogen wird. Ausgehend davon sollen in der Folge passgenaue Analysen des Sozialstaats betrieben werden.

Eine Forschergruppe ist ein enges Arbeitsbündnis mehrerer herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die gemeinsam eine Forschungsaufgabe bearbeiten. Das Forschungsvorhaben geht dabei nach seinem thematischen, zeitlichen und finanziellen Umfang über die Förderungsmöglichkeiten im Rahmen der DFG-Einzelförderung weit hinaus. Die Förderung von Forschergruppen soll helfen, für eine mittelfristige - meist auf sechs Jahre - angelegte, enge Kooperation die notwendige personelle und materielle Ausstattung bereitzustellen. Forschergruppen tragen dazu bei, neue Arbeitsrichtungen zu etablieren.

Die genaue Fördersumme der DFG für die Forschergruppe „Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsprozeduren“ ist den Antragstellern zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt, da der schriftliche Zuwendungsbescheid der DFG noch nicht vorliegt. 


Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Traub

Buchcover: Problem Altersarmut?Buchcover: Problem Altersarmut?
Dissertation von Magnus Brosig erscheint als 26. Band der Campus-Schriftenreihe des Zentrums für Sozialpolitik.

Am 14. August wurde die im vergangenen Dezember angenommene Dissertation von Magnus Brosig in der Schriftenreihe des Zentrums für Sozialpolitik veröffentlicht.

Während sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit 'neuer Altersarmut' bislang auf Problemlagen und Lösungsansätze konzentriert hat, nimmt diese politikwissenschaftliche Studie daran anknüpfend die spezifischen Vorstellungen von Parteien und Verbänden in den Blick: Sie beschreibt grundlegende Wertvorstellungen, sich diesbezüglich ergebende Probleme und schließlich Lösungspräferenzen, um 'Reformkorridore' im Feld der Alterssicherungspolitik skizzieren zu können.

Insgesamt wird dabei ein ausgeprägter Strukturkonservatismus konstatiert, der jedenfalls Reformen im Sinne von Personen mit diskontinuierlichen Erwerbskarrieren sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt. Die deutliche Mehrheit der Akteure, so zeigt sich, ist gerade nicht an einer unbedingten Armutsvermeidung interessiert, sondern strebt Verbesserungen nur für jene an, die durch zurückliegende Leistungseinschnitte gewissermaßen 'unverschuldet' unzureichende Alterseinkünfte zu erwarten haben. Letztlich stellt die politische Altersarmutsdebatte also nicht auf individuelle Problemlagen ab, sondern 'kollektiv' auf die Legitimität des Pflichtversicherungssystems, das erhebliche Vorleistungen auch künftig angemessen honorieren und sich damit anhaltend klar von der 'Grundsicherung im Alter' absetzen soll.

Weitere Informationen: Campus Verlag


Kontakt:
Dr. Magnus Brosig

Dokumentation der 26. Bremer Universitäts-Gespräche erschienen.

Die Diskussionen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik über die "Die Zukunft des Sozialstaates" werden nun durch eine Dokumentation der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Verantwortlich für die wissenschaftliche Koordination der 26. Bremer Universitäts-Gespräche im November 2013 waren Frank Nullmeier und Herbert Obinger, beide Abteilungsleiter am Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) der Universität Bremen.

Sechs Impulsreferate ermöglichten eine kontroverse Diskussion über die Folgen der Finanzmarkt- und Eurokrise für die Sozialpolitik, über neue und alte Ungleichheiten und über den Sozialinvestitionsstaat als Ausweg.

Die Dokumentation enthält unter anderem Beiträge von Professor Klaus Armingeon, Dr. Werner Eichhorst, Dr. Armin Schäfer, Professorin Waltraut Schelkle, Professor Friedrich Breyer, Professorin Rita Nikolai, Professor Marius R. Busemeyer und Professor Heiko Staroßom.

Die Dokumentation "Die Zukunft des Sozialstaates" ist für 10,65 Euro beim Verlag erhältlich. 

Weitere Informationen:
Isensee Verlag
26. Bremer Universitäts-Gespräche 2013, Wolfgang-Ritter-Stiftung Bremen


Kontakt:
Prof. Dr. Frank Nullmeier
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58576
E-Mail: frank.nullmeier@uni-bremen.de

Prof. Dr. Herbert Obinger
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58567
E-Mail: herbert.obinger@uni-bremen.de

Frank Nullmeier: Out of the Public Eye - The International Labour Organisation in the Media

Politik vollzieht sich in öffentlicher Kommunikation. Und diese wird wesentlich durch mediale Angebote bestimmt. Das trifft auch auf die globale Sozialpolitik zu. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie globale Sozialpolitik - und insbesondere die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) als deren zentraler Akteur - in den Medien dargestellt werden.

  • Wie hoch ist die mediale Aufmerksamkeit für das Thema globale Sozialpolitik?
  • Zu welchen Anlässen wird die Presse auf die ILO aufmerksam?
  • Wie sichtbar ist die ILO als Organisation, als politischer Akteur und als Informationsgeber?
  • Wie berichten die Medien über die ILO und welches Bild dieser internationalen Organisation entsteht dadurch?

Download: ZeS Arbeitspapier 01/2014

Die Zeitschrift für Sozialreform sucht nach Vorschlägen für ein zukünftiges Schwerpunktheft im Jahr 2015.

Die Zeitschrift für Sozialreform, deren Redaktion am Zentrum für Sozialpolitik angesiedelt ist, sucht in diesem Jahr wieder nach Ideen für ein künftiges Schwerpunktheft. Vorschläge sollen aktuelle sozialpolitische Fragen aufgreifen und können dabei eine politikwissenschaftliche, soziologische oder rechtswissenschaftliche Perspektive einnehmen.

Bitte skizzieren Sie Ihre Vorschläge auf ein bis zwei Seiten und senden Sie diese bis zum 31. Mai 2014 an die Redaktion der ZSR. Genauere Informationen zum Call for Special Issues können auf der Webseite der Zeitschrift abgerufen werden.

Kontakt:
Zeitschrift für Sozialreform
Zentrum für Sozialpolitik
Prof. Dr. Karl Hinrichs oder Matthias Dietz
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
E-Mail: zsr@zes.uni-bremen.de
Tel.: +49 421 218-58571

Download: Call for Special Issues 2015

Weitere Informationen: Zeitschrift für Sozialpolitik

Logo Bremer Universitäts-GesprächeLogo Bremer Universitäts-Gespräche
Frank Nullmeier und Herbert Obinger übernehmen die wissenschaftliche Koordination der 26. Bremer Universitäts-Gespräche.

Die ZeS-Abteilungsleiter Frank Nullmeier und Herbert Obinger wurden in diesem Jahr gebeten, für die wissenschaftliche Koordination der 26. Universitäts-Gespräche Sorge zu tragen, die am 28. und 29. November stattfinden und durch die Ritterstiftung, die Unifreunde e.V. und die Universität Bremen gefördert werden. Im Rahmen der geplanten Veranstaltung sollen die Perspektiven des Sozialstaates in Deutschland und in Europa mit Gästen aus Wissenschaft und Politik diskutiert werden.

Die Universitäts-Gespräche finden ihren Anfang in einer öffentlichen Festveranstaltung in der Historischen Stadtwaage Bremen. Diese wird nach einem Grußwort durch Prof. Dr. Helge Bernd von Ahsen (Vorstand der Wolfgang-Ritter-Stiftung) und der Bremer Senatorin für Bildung und Wissenschaft Prof. Dr. Eva Quante-Brandt mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Klaus Armingeon (Universität Bern) zu "Sozialpolitik in den Zeiten von permanenter Austerität" eröffnet. Am darauffolgenden Tag werden die Gespräche im Rahmen einer geschlossenen Klausurtagung mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und politischer Praxis fortgesetzt. Zu den externen wissenschaftlichen Gästen gehören: Prof. Dr. Friedrich Breyer (Universität Konstanz), Prof. Dr. Marius R. Busemeyer (Universität Konstanz), Dr. Werner Eichhorst (Institut zur Zukunft der Arbeit, Bonn), Prof. Dr. Rita Nikolai (HU Berlin), Dr. Armin Schäfer (MPI für Gesellschaftsforschung, Köln) und Prof. Dr. Waltraud Schelkle (LSE, London).

Neben den Vertreterinnen und Vertretern aus der politischen Praxis - Peter Rudolph (CDA-Bundesvorstand), Cornelius Neumann-Redlin (Die Unternehmensverbände im Land Bremen), Brigitte Pothmer (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Carsten Sieling (MdB, SPD) und Dr. Hans Jürgen Urban (IG Metall) - wird die Klausurtagung ebenfalls von Kolja Rudzio (Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT) und Ottmar Willi Weber (Moderator, Radio Bremen/Nordwestradio) aktiv begleitet.

Zum Thema: Der Wohlfahrtsstaat ist mit seinen umfassenden sozialen Sicherungssystemen gegen soziale Risiken wie Alter, Pflege, Krankheit, Familienlasten, Erwerbsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu einem zentralen Strukturmerkmal aller fortgeschrittenen Demokratien geworden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erbrachte der Wohlfahrtsstaat wichtige wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Integrationsleistungen. Er stabilisierte und legitimierte Demokratie und Marktwirtschaft und ermöglichte in einem bislang unbekannten Ausmaß gesellschaftliche Teilhabe. Heute ist der Sozialstaat mit einem Ausgabenanteil von rund 28 Prozent am Bruttoinlandsprodukt bzw. 58 Prozent an den Gesamtausgaben des Staates der mit Abstand größte Ausgabenposten der öffentlichen Hand in Deutschland. Jedoch müssen neue soziale Herausforderungen von Nationalstaaten politisch bearbeitet werden, deren Handlungsspielraum aufgrund wirtschaftlicher Globalisierung, Europäisierung sowie der Explosion der Staatsverschuldung im Zuge der jüngsten Wirtschaftskrise erheblich abgenommen hat.

Die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik treffen zusammen, um die Perspektiven des Sozialstaates in Deutschland und in Europa zu diskutieren.


Kontakt:
Prof. Dr. Frank Nullmeier
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58576
E-Mail: frank.nullmeier@uni-bremen.de

Prof. Dr. Herbert Obinger
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58567
E-Mail: herbert.obinger@uni-bremen.de