Forschungsprofil

Das mikrosoziologische Forschungsprofil der Professur lässt sich mit den Begriffen „Lebenslauf – Netzwerke – Soziale Ungleichheit“ umreißen. Die Verbindungen zwischen diesen Bereichen markieren die Arbeitsschwerpunkte und wesentliche Forschungsfragen:


1. Bildungsprozesse und Übergänge im Lebenslauf
Bezogen auf Bildungsprozesse und Übergänge im Lebenslauf untersuchen wir, wie diese institutionell gerahmt und individuell bearbeitet werden, etwa im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt oder von der Sozialpolitik. Welche Rolle spielen hierbei soziale Netzwerke (also die soziale Einbettung in Familie, Freundschaften und Bekanntenkreis)? Auf welche Weise tragen z.B. soziale Netzwerke zur Reproduktion sozialer Ungleichheit bei?


2. Soziale Netzwerke und Soziale Integration
In diesem Schwerpunkt geht es um soziale Integration und Partizipation verschiedener sozialer Gruppen. Wie unterscheiden sich die Integrationsmuster und sozialen Netzwerke nach Schicht, Geschlecht oder Ethnizität? Wie verändern sich die soziale Einbindung und die Leistungsfähigkeit der Netzwerke über den Lebenslauf? Gibt es spezifische Risikolagen? Wer ist besonders gut oder besonders schlecht integriert?


3. Methodenentwicklung
Im Bereich Methodenentwicklung beschäftigt sich der Arbeitsbereich vor allem mit Methoden der Netzwerkforschung sowie mit vergleichenden Forschungsdesigns. Hierbei verbinden wir qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung (Mixed-Methods).