Aktuelle Mitteilungen

Pressemitteilungen und Kurzmitteilungen sowie Veröffentlichungen, sonstige Veranstaltungshinweise und Stellenausschreibungen des SOCIUM.

in der Abteilung "Methodenforschung" (Methods Research) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Windzio zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

An der Universität Bremen ist im SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik in der Abteilung "Methodenforschung" (Methods Research) unter der Leitung Prof. Dr. Michael Windzio zum nächstmöglichen Zeitpunkt - unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe - die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Angestellten (19,6 WStd, EG 13 TV-L, Kennziffer: A304/16) für 24 Monate zu besetzen.

Die Stelle ist am SOCIUM im Bereich der Daten- und Methodeninfrastruktur angesiedelt.

Die Stelle wird befristet auf Grundlage des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) ausgeschrieben. Eine Beschäftigung nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz ist nur möglich, wenn Sie bisher noch nicht bei der Freien Hansestadt Bremen beschäftigt sind bzw. waren. Dies gilt nicht für Zeiten der Ausbildung.

Aufgaben:

  • Vorgesehen ist Beteiligung an und Unterstützung von Forschung im Arbeitsgebiet und im Institut SOCIUM, die auf der Analyse international vergleichender Längsschnitt- und Mehrebenendaten basieren.

  • Die Aufgaben bestehen in der Einrichtung und dem Aufbau einer sozialwissenschaftlichen Infrastruktur für die Datenarchivierung, Datenaufbereitung sowie die Organisation der methodischen Fortbildung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SOCIUM.

  • Für die laufende Forschung am SOCIUM sollen sozialwissenschaftliche Datensätze hinsichtlich der Informationen über Ungleichheit und Sozialpolitik auf ihre Kompatibilität geprüft und Methoden der Harmonisierung erarbeitet werden.

Einstellungsvoraussetzungen:

  • Voraussetzung ist ein überdurchschnittlicher wissenschaftlicher Hochschulabschluss (MA, Uni Diplom) in den Fächern Soziologie, Politische Wissenschaften, Ökonomie, Psychologie oder eng verwandte Studiengänge mit einem Schwerpunkt in den quantitativen Forschungsmethoden.

  • Notwendig sind außerdem gute Kenntnisse mindestens eines längsschnittlichen Datensatzes wie dem SOEP, EU-SILC, PAIRFAM oder NEPS, sowie die Bereitschaft, sich in weitere Datensätze einzuarbeiten, z.B. international vergleichende Querschnitt- und Trendsurveys wie dem European Social Survey.

  • Der/die Bewerber/-in sollte über gute kommunikative Kompetenzen verfügen, auch in englischer Sprache (CEF Level B2).


Die Universität Bremen beabsichtigt, den Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich zu erhöhen und fordert deshalb Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben.
Schwerbehinderten Bewerberinnen/Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben.
Bewerbungen von Menschen mit einem Migrationshintergrund sind willkommen.

Ansprechpartner, weitere Auskünfte erteilt Prof. Dr. Michael Windzio, E-Mail: mwindzio@uni-bremen.de

Bewerbungen sind unter Angabe der Kennziffer A304/16 bis zum 03.02.2017 zu richten an:
SOCIUM
Universität Bremen
Regine Metzentin
Postfach: 330440
28334 Bremen)
oder elektronisch bitte als pdf-Anhang per E-Mail mit einschlägigem Lebenslauf an socium-verwaltung@uni-bremen.de.

In Papierform eingehende Unterlagen können nicht zurückgesandt werden und ferner bitten wir Sie, uns von Ihren Bewerbungsunterlagen nur Kopien (keine Mappen) einzureichen, nach Abschluss des Auswahlverfahrens werden die Unterlagen vernichtet.

Reisekosten für Vorstellungsgespräche können nicht erstattet werden.

Magnus Brosig: Das Wissen der jungen Generation über öffentliche Alterssicherungsprogramme

Die Erhebung der in der Bevölkerung vorhandenen Kenntnisse zu sozialpolitischen Programmen gehört nicht zu den ausgebauten Feldern der Sozialpolitikforschung. Der vorliegende Beitrag fasst die Ergebnisse einer explorativen Studie zusammen, die anhand von strukturierten Interviews mit zwanzig Personen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren versucht, einen ersten Einblick in das Wissen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe über Strukturmerkmale von gesetzlicher Rentenversicherung, Riester-Rente und Grundsicherung im Alter zu erhalten. Insgesamt zeigt sich dabei eine recht gute Kenntnis der Grundlagen und zentralen Konzepte dieser Sicherungssysteme, während zutreffendes Wissen zu Einzelregelungen und eher randständigen Aspekten deutlich weniger verbreitet war. Nur wenige Interviewte äußerten insgesamt deutlich unzutreffende Vorstellungen oder zeigten eine umfassende Kompetenz, während zwischen diesen Polen die „Unbekümmerten“ die größte Gruppe bildeten: Sie überschätzten das Leistungsniveau und die Umverteilungsmechanismen der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich und könnten insofern Gefahr laufen, langfristig unzureichende Sicherungsansprüche aufzubauen.

Download: ZeS Arbeitspapier 04/2015

Prof. Dr. Heinz RothgangProf. Dr. Heinz Rothgang
Projekt zur "Bedarfsgerechtigkeit der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger in stationären Einrichtungen (MVP-STAT)" bewilligt.

Im Rahmen des Innovationsfonds wurden im Jahr 2016 Fördermittel von insgesamt 300 Millionen Euro vergeben. Davon wurden 225 Millionen Euro für die Forschung zu neuen Versorgungsformen und 75 Millionen Euro im Bereich Versorgungsforschung vergeben. Darunter befindet sich ein Projekt des SOCIUM.

Primäres Ziel des von Professor Rothgang (SOCIUM) in der Versorgungsforschung beantragten Projektes ist der Erkenntnisgewinn über die Bedarfsgerechtigkeit der haus- und fachärztlichen Versorgung Pflegebedürftiger in Pflegeheimen als Voraussetzung für die Schaffung einer bedarfsgerechteren medizinischen Versorgung in diesem Setting.

Das dreijährige Projekt mit einem Fördervolumen von 854.905 € wird am SOCIUM in Kooperation mit dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und dem Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB) unter Beteiligung der AOK Bremen/Bremerhaven, der Bremer Heimstiftung, des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der LandesArbeitsGemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bremen (LAG) und des Hausärzteverbands Bremen durchgeführt.

Zunächst werden auf Basis von GKV-Routinedaten Unterschiede in der haus- und fachärztlichen Versorgung Pflegebedürftiger in Pflegeheimen im Vergleich zu Pflegebedürftigen im ambulanten Bereich sowie Nicht-Pflegebedürftigen erfasst. Identifizierte Versorgungsunterschiede werden daraufhin mittels standardisierter Assessments im Rahmen einer Primärdatenerhebung auf das Vorliegen von Über-, Unter- und/oder Fehlversorgung bewertet. Die Erklärung vorliegender (nicht) bedarfsgerechter Versorgung erfolgt auf Grundlage einer retrospektiven Analyse der mit den Primärdaten mittels Record Linkage verknüpften GKV-Routinedaten sowie anhand von Fallrekonstruktionen. Auf Basis der auf diese Weise erstmals erhobenen und erklärten Versorgungsdefizite werden Verbesserungspotentiale und Lösungsansätze partizipativ in Fokusgruppengesprächen abgeleitet. Darauf aufbauend wird im Rahmen eines Delphi-Verfahrens ein Modellprojekt entwickelt und abschließend pilotiert. Insgesamt soll das Projekt so zu einer Verbesserung der Bedarfsgerechtigkeit der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger in stationären Einrichtungen beitragen.

Weitere Informationen zum Projekt:
Bedarfsgerechtigkeit der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger in stationären Einrichtungen (MVP-STAT)


Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de
Ruud Koopmans zum Jour Fixe im SOCIUM.

Am Montag, den 14.11.2016, hatte das SOCIUM im Rahmen seiner Jour Fixe-Vortragsreihe Ruud Koopmans vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung zu Gast. Koopmans berichtete über seine jüngste Studie, für die 7.000 Menschen in sechs europäischen Ländern (Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Belgien, die Niederlande und die Schweiz) befragt wurden. Sein kontrovers diskutiertes Ergebnis: Die Beschäftigungsprobleme von Muslimen und ihre fehlende Einbindung in den Arbeitsmarkt haben weniger mit gesellschaftlicher Diskriminierung als vielmehr mit sozialen und kulturellen Faktoren zu tun.

Koopmans nannte dabei zu allererst mangelnde Sprachkenntnisse, traditionelle religionsgeprägte Wertvorstellungen und geringe interethnische Kontakte, die muslimischen Zuwanderern in Europa die Beteiligung am Arbeitsmarkt erschweren. Am offensichtlichsten sei dies bei der geringen Arbeitsmarktbeteiligung muslimischer Frauen, der das traditionelle Verständnis der Geschlechterrollen entgegenstehe.


Kontakt:
Prof. Dr. Céline Teney
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58644
E-Mail: celine.teney@uni-bremen.de
Träger des Berninghausen-Preises 2016 (v.l.n.r.): Natascha Ueckmann, Julia Borst, Ansgar Gerhardus, Heinz Rothgang und Michael Claridge. © Harald Rehling/Universität BremenTräger des Berninghausen-Preises 2016 (v.l.n.r.): Natascha Ueckmann, Julia Borst, Ansgar Gerhardus, Heinz Rothgang und Michael Claridge. © Harald Rehling/Universität Bremen
Heinz Rothgang erhält den Berninghausen-Preis für hervorragende Lehre.

Das Humboldt’sche Ideal, wonach gute Forschung und ebensolche Lehre einander bedingen, kommt im universitären Alltag häufig zu kurz. Hoher Andrang, hoher Aufwand, wenig Zeit - es gibt viele Gründe, warum Studierende nicht selten auch an Universitäten „frontal unterrichtet“ werden. Heinz Rothgang und Ansgar Gerhardus aus dem Master-Studiengang „Public Health“ sind daran gegangen, das mit einem dreisemestrigen Forschungslehrprojekt grundlegend zu ändern. Das Studium von Public Health - Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management ist gleichermaßen praxisbezogen wie interdisziplinär, setzt aber fundiertes Theorie- und Methodenwissen voraus. Weil viele Studierende aus der Praxis kommen und dorthin zurück wollen, blieb der Forschungsgehalt des Studiums häufig genug auf der Strecke.

Das dreisemestrige Forschungslehrprojekt organisiert daher die Studierenden in Kleingruppen, die wissenschaftlich fundierte Interventions- und Evaluationskonzepte zu einem von ihnen ausgewählten aktuellen Gesundheitsthema entwickeln. Dabei bleibt es jedoch nicht. In Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen wie etwa Krankenkassen oder Kliniken setzen die Studierenden ihre Konzepte auch um. Forschung wird erfahrbar, Forschungsergebnisse bekommen eine glaubwürdige Grundlage und Studierende sind besonders motiviert.

Der Studiengang Public Health hat mittlerweile sein Lehrkonzept ganz auf diese Projektarbeit umgestellt. Die Rückmeldungen der Studierenden geben dem recht. Die Verbindung aus Forschung und Lehre, Theorie und Praxis, Anleitung und eigenständigem Arbeiten, Universität und externen Partnern kommt gut an.

Der Berninghausen-Preis wird seit 1992 von der Gesellschaft der Freunde der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen vergeben und ist mit je 2.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen:
Beitrag Buten un Binnen: "Hervorragende Lehre an der Uni Bremen" vom 8. November 2016
Artikel im Weser Kurier: "Enges Rennen um Preis für hervorragende Lehre" vom 10. November 2016
Pressemitteilung der Uni Bremen vom 9. November 2016


Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de
Autorenteam des SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen erstellt Pflegereport 2016 im Auftrag der BARMER GEK.

Heute wurde auf der Bundespressekonferenz der neunte BARMER GEK Pflegereport vorgestellt. Darin wurden insbesondere die Auswirkungen der jüngsten Pflegereformen auf die Versorgung der Pflegebedürftigen untersucht. Die Arbeitsgruppe des SOCIUM unter Leitung von Professor Heinz Rothgang, bestehend aus Thomas Kalwitzki, Rolf Müller, Rebecca Runte und Rainer Unger, untersucht dabei auch die regionalen Unterschiede der Bedarfslagen und der Angebotsstrukturen. Wesentliche Datengrundlagen sind die Pflegestatistik, die rund 2,6 Millionen Pflegebedürftige ausweist, das sozio-ökonomische Panel und die Routinedaten der BARMER GEK, die rund zehn Prozent der Bevölkerung abbilden.

Zentrale Ergebnisse des Reports sind:

  1. Die bisherigen Schritte der Pflegereform zeigen Wirkung. Im Pflege-Neuausrichtungsgesetz (2012) und dem Ersten Pflegestärkungsgesetz (2015) wurden gezielt Leistungen für Menschen mit Demenz verbessert und die Möglichkeiten, Verhinderungspflege und Teilzeitpflege in Anspruch zu nehmen, flexibilisiert. Tatsächlich zeigt sich eine deutliche Steigerung der Inanspruchnahme gerade dieser Leistungen. Auch bei der zahnmedizinischen Versorgung in Pflegeheimen, die ebenfalls Gegenstand diverser Neuregelungen war, zeigen sich Verbesserungen.

  2. Die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im PSG II ist eine sehr großzügige und damit auch sehr teure Reform. Nach im Report vorgestellten Berechnungen ist für 2017 mit Mehrausgaben im Vergleich zum Status quo von mehr als 7 Mrd. Euro zu rechnen. Gleichzeitig werden durch eine Beitragssatzsteigerung Mehreinnahmen generiert, die aber auch in Verbindung mit den Überschüssen, die die Pflegeversicherung derzeit erzielt, nicht ausreichen, die Mehrkosten zu finanzieren. Für 2017 ist daher mit einem strukturellen Defizit von mehr als 3 Mrd. Euro zu rechnen.

  3. In Pflegeheimen führen die Mehrausgaben zu einer finanziellen Entlastung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen sowie subsidiär der Sozialhilfeträger. Die Einnahmen der Pflegeheime steigen dagegen nicht entsprechend. Die Reform führt daher nicht zu einer besseren Personalausstattung der Pflegeheime. Sollen die Personalschlüssel in Heimen merklich verbessert werden, sind hierzu in den nächsten Jahren weitere Reformanstrengungen notwendig.

  4. Bei Betrachtung der Situation auf Länderebene zeigen sich sehr große Unterschiede. Diese beziehen sich auf die Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen ebenso wie auf die Anteile der stationär, ambulant und mit Pflegediensten versorgten Pflegebedürftigen, die Kapazitäten des ambulanten und stationären Sektors und das Ausmaß der zukünftigen Personallücke in der Pflege. Diese Unterschiede machen deutlich, dass Pflege regional bzw. lokal gedacht und geplant werden muss.

Download:
BARMER GEK Pflegereport 2016
Statement von Prof. Rothgang anlässlich der Pressekonferenz am 24.11.2016
Folienvortrag von Prof. Rothgang anlässlich der Pressekonferenz am 24.11.2016


Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de

Dr. rer. pol. Rolf Müller
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58554
E-Mail: rmint@uni-bremen.de
Keith Banting zum Vortrag im Jour Fixe des SOCIUM.

Kanada war bis in die 1990er Jahre - ganz im Gegensatz zu seinem südlichen Nachbar - ein typischer umverteilender Wohlfahrtsstaat. Doch spätestens seit den 2000er Jahren gehört das Land zusammen mit den USA und der Schweiz zu den am wenigsten umverteilenden Ländern der OECD-Welt. Keith Banting von der Queen’s University, Kingston, Ontario/Kanada unternahm es in seinem Vortrag nicht nur, diese überraschende Entwicklung zu belegen. Er offerierte zudem eine Erklärung: die Verschiebung der parteipolitischen Gewichte in den letzten 25 Jahren mit der Folge, dass bis in die jüngste Zeit hinein soziale Ungleichheit nicht zu einem öffentlich wichtigen Thema geworden ist.

Banting verwies darauf, dass in den letzten Jahren sowohl die Liberalen als auch die Konservativen und die Neuen Demokraten Sozialpolitik im weitesten Sinne als "Schutz der Mittelklasse" definiert hätten, was es allen drei erlaubt habe, sehr unterschiedliche Inhalte mit einer solchen Politik zu verbinden. Ungleichheit sei hier nur ein Thema unter vielen geblieben, so dass die kanadische Debatte zu diesem Thema sehr viel diffuser verlaufe, als dies in Kontinentaleuropa der Fall sei.


Kontakt:
Prof. Dr. Céline Teney
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58644
E-Mail: celine.teney@uni-bremen.de