Aktuelle Mitteilungen

Pressemitteilungen und Kurzmitteilungen sowie Veröffentlichungen, sonstige Veranstaltungshinweise und Stellenausschreibungen des SOCIUM.

für die Abteilung "Theoretische und normative Grundlagen" unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Nullmeier.

An der Universität Bremen ist im SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (Abteilung "Theoretische und normative Grundlagen" - Prof. Dr. Frank Nullmeier) befristet für die Dauer von drei Jahren ab 01. Mai 2017 die Stelle einer / eines Wissenschaftliche/n Mitarbeiterin / Mitarbeiters mit 0,65 % der regelmäßigen Arbeitszeit, EG TV-L 13 zu besetzen.

Im Rahmen dieser Stelle sind die nachstehenden wissenschaftlichen Leistungen zu erbringen:

Das Aufgabengebiet umfasst die

  • eigenständige sozialwissenschaftliche Forschung in einem der folgenden Forschungsgebiete:
    • Theorie des Sozialstaates, Theorien sozialer Rechte
    • Normative Gerechtigkeitstheorie und/oder empirische Gerechtigkeitsforschung
    • Alterssicherungspolitik
    • Sozialpolitik und Digitalisierung
    • Ökologie und Sozialpolitik, Umweltgerechtigkeit und Suffizienz
  • Abschluss einer Promotion in einem der genannten Themenbereiche
  • Lehrtätigkeit im Bachelorstudiengang Politikwissenschaft und im Master Sozialpolitik (5 SWS jährlich)
  • Fachliche Unterstützung der Tagungs- und Publikationstätigkeit im Arbeitsgebiet.


Anforderungen:

  • Ein mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossenes sozialwissenschaftliches Masterstudium.
  • Sehr gute fachliche Ausgewiesenheit in einem der genannten Forschungsgebiete und Vorschlag für eine Promotionsarbeit in diesem Gebiet.
  • Sehr gute Kenntnisse der für das Themengebiet jeweils relevanten Methoden bzw. sehr gute Kenntnisse in Politischer Theorie.
  • Sehr gute Englischkenntnisse.

 

Rückfragen richten Sie bitte an Herrn Prof. Dr. Frank Nullmeier, SOCIUM, Mary-Somerville-Straße 7, 28359 Bremen, Tel.: 0421 218-58576, E-Mail: frank.nullmeier@uni-bremen.de

Die Universität Bremen beabsichtigt, den Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich zu erhöhen und fordert deshalb Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben.
Schwerbehinderten Bewerberinnen/ Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben.
Bewerbungen von Menschen mit einem Migrationshintergrund werden begrüßt.

Bewerbungs- und Vorstellungskosten werden nicht erstattet.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind unter Angabe der Kennziffer A44/17 bis zum 15.03.2017 zu richten an:
Universität Bremen
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Dorit Lafferenz
Postfach 33 04 40
28334 Bremen
oder elektronisch bitte als pdf-Anhang per E-Mail mit einschlägigem Lebenslauf an socium-verwaltung@uni-bremen.de

Wir bitten Sie, uns von Ihren Bewerbungsunterlagen nur Kopien (keine Mappen) einzureichen, da wir sie nicht zurücksenden können. Sie werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet.

für die Mitarbeit im Drittmittelprojekt "Lebensführung als investive Statusarbeit" unter der Leitung von Prof. Dr. Karin Gottschall, Prof. Dr. Betina Hollstein und Prof. Dr. Uwe Schimank.

Das SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik sucht für die Mitarbeit im Drittmittelprojekt "Lebensführung als investive Statusarbeit" unter der Leitung von Prof. Dr. Karin Gottschall, Prof. Dr. Betina Hollstein und Prof. Dr. Uwe Schimank zwei Studentische Hilfskräfte (m/w).

Aufgaben:

  • Allgemeine inhaltliche und organisatorische Unterstützung
  • Mitarbeit/Zuarbeit bei der Datenauswertung
  • Teilnahme an Projekttreffen
  • Transkription


Die Arbeitszeit beträgt 40 Stunden monatlich, Arbeitsort ist das SOCIUM, Mary-Somerville-Straße 9.

Eine Einstellung erfolgt frühestens zum 1.4.2017 für die Dauer von vorerst 3 Monaten (mit Verlängerungsmöglichkeit).

Die Vergütung erfolgt nach den für Studentische Hilfskräfte üblichen Sätzen an der Universität Bremen.

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail bis zum 28.02.2017 an:
Stefan Holubek, E-Mail: sholubek@uni-bremen.de
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung: Tel.: 218-58615

für die Abteilung "Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaates" bei Prof. Dr. Stephan Leibfried.

Das SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (ehemals: ZeS), Abteilung Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaates, Prof. Dr. Stephan Leibfried, sucht für die Mitarbeit an verschiedenen Projekten eine Studentische Hilfskraft (m/w).

Die Aufgaben umfassen

  • Kopierarbeiten
  • Bibliotheksrecherchen
  • Lektorat (deutsch und englisch)
  • Dateneingabe Endnote
  • Vorbereitung und Veröffentlichung von Forschungsergebnissen


Die Arbeitszeit beträgt - je nach Vereinbarung - bis max. 50 Stunden monatlich, Arbeitsort ist das SOCIUM, Mary-Somerville-Straße 5.

Eine Einstellung erfolgt frühestens zum 01.04.2017 für die Dauer von vorerst 3 Monaten (mit Verlängerungsmöglichkeit).

Die Vergütung erfolgt nach den für Studentische Hilfskräfte üblichen Sätzen an der Universität Bremen.

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail bis zum 28.02.2017 an: monika.sniegs@uni-bremen.de

Frank Nullmeier und Sebastian Haunss haben das neueste Heft der ZSR mit dem Schwerpunkt »Sozialstaat 4.0 - Digitale Ökonomie und Sozialpolitik« herausgegeben.

Die Ausgabe 4/2016 der Zeitschrift für Sozialreform beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die verschiedenen Bereiche der Sozialpolitik. Im Editorial sprechen Sebastian Haunss und Frank Nullmeier einige zentrale Aspekte der Diskussion um die Zukunft des Sozialstaats in einer digitalen Ökonomie an.

Die vier Beiträge des Schwerpunkts sind:

Weitere Informationen:
Ausgabe 4/2016 der ZSR 
Editorial der Ausgabe 4/2016 der ZSR


Kontakt:
Prof. Dr. Frank Nullmeier
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58576
E-Mail: frank.nullmeier@uni-bremen.de

PD Dr. Sebastian Haunss
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58572
E-Mail: sebastian.haunss@uni-bremen.de
Magnus Brosig: Das Wissen der jungen Generation über öffentliche Alterssicherungsprogramme

Die Erhebung der in der Bevölkerung vorhandenen Kenntnisse zu sozialpolitischen Programmen gehört nicht zu den ausgebauten Feldern der Sozialpolitikforschung. Der vorliegende Beitrag fasst die Ergebnisse einer explorativen Studie zusammen, die anhand von strukturierten Interviews mit zwanzig Personen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren versucht, einen ersten Einblick in das Wissen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe über Strukturmerkmale von gesetzlicher Rentenversicherung, Riester-Rente und Grundsicherung im Alter zu erhalten. Insgesamt zeigt sich dabei eine recht gute Kenntnis der Grundlagen und zentralen Konzepte dieser Sicherungssysteme, während zutreffendes Wissen zu Einzelregelungen und eher randständigen Aspekten deutlich weniger verbreitet war. Nur wenige Interviewte äußerten insgesamt deutlich unzutreffende Vorstellungen oder zeigten eine umfassende Kompetenz, während zwischen diesen Polen die „Unbekümmerten“ die größte Gruppe bildeten: Sie überschätzten das Leistungsniveau und die Umverteilungsmechanismen der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich und könnten insofern Gefahr laufen, langfristig unzureichende Sicherungsansprüche aufzubauen.

Download: ZeS Arbeitspapier 04/2015

Prof. Dr. Heinz RothgangProf. Dr. Heinz Rothgang
Projekt zur "Bedarfsgerechtigkeit der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger in stationären Einrichtungen (MVP-STAT)" bewilligt.

Im Rahmen des Innovationsfonds wurden im Jahr 2016 Fördermittel von insgesamt 300 Millionen Euro vergeben. Davon wurden 225 Millionen Euro für die Forschung zu neuen Versorgungsformen und 75 Millionen Euro im Bereich Versorgungsforschung vergeben. Darunter befindet sich ein Projekt des SOCIUM.

Primäres Ziel des von Professor Rothgang (SOCIUM) in der Versorgungsforschung beantragten Projektes ist der Erkenntnisgewinn über die Bedarfsgerechtigkeit der haus- und fachärztlichen Versorgung Pflegebedürftiger in Pflegeheimen als Voraussetzung für die Schaffung einer bedarfsgerechteren medizinischen Versorgung in diesem Setting.

Das dreijährige Projekt mit einem Fördervolumen von 854.905 € wird am SOCIUM in Kooperation mit dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und dem Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen (KKSB) unter Beteiligung der AOK Bremen/Bremerhaven, der Bremer Heimstiftung, des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der LandesArbeitsGemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bremen (LAG) und des Hausärzteverbands Bremen durchgeführt.

Zunächst werden auf Basis von GKV-Routinedaten Unterschiede in der haus- und fachärztlichen Versorgung Pflegebedürftiger in Pflegeheimen im Vergleich zu Pflegebedürftigen im ambulanten Bereich sowie Nicht-Pflegebedürftigen erfasst. Identifizierte Versorgungsunterschiede werden daraufhin mittels standardisierter Assessments im Rahmen einer Primärdatenerhebung auf das Vorliegen von Über-, Unter- und/oder Fehlversorgung bewertet. Die Erklärung vorliegender (nicht) bedarfsgerechter Versorgung erfolgt auf Grundlage einer retrospektiven Analyse der mit den Primärdaten mittels Record Linkage verknüpften GKV-Routinedaten sowie anhand von Fallrekonstruktionen. Auf Basis der auf diese Weise erstmals erhobenen und erklärten Versorgungsdefizite werden Verbesserungspotentiale und Lösungsansätze partizipativ in Fokusgruppengesprächen abgeleitet. Darauf aufbauend wird im Rahmen eines Delphi-Verfahrens ein Modellprojekt entwickelt und abschließend pilotiert. Insgesamt soll das Projekt so zu einer Verbesserung der Bedarfsgerechtigkeit der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger in stationären Einrichtungen beitragen.

Weitere Informationen zum Projekt:
Bedarfsgerechtigkeit der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger in stationären Einrichtungen (MVP-STAT)


Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de
Ruud Koopmans zum Jour Fixe im SOCIUM.

Am Montag, den 14.11.2016, hatte das SOCIUM im Rahmen seiner Jour Fixe-Vortragsreihe Ruud Koopmans vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung zu Gast. Koopmans berichtete über seine jüngste Studie, für die 7.000 Menschen in sechs europäischen Ländern (Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Belgien, die Niederlande und die Schweiz) befragt wurden. Sein kontrovers diskutiertes Ergebnis: Die Beschäftigungsprobleme von Muslimen und ihre fehlende Einbindung in den Arbeitsmarkt haben weniger mit gesellschaftlicher Diskriminierung als vielmehr mit sozialen und kulturellen Faktoren zu tun.

Koopmans nannte dabei zu allererst mangelnde Sprachkenntnisse, traditionelle religionsgeprägte Wertvorstellungen und geringe interethnische Kontakte, die muslimischen Zuwanderern in Europa die Beteiligung am Arbeitsmarkt erschweren. Am offensichtlichsten sei dies bei der geringen Arbeitsmarktbeteiligung muslimischer Frauen, der das traditionelle Verständnis der Geschlechterrollen entgegenstehe.


Kontakt:
Prof. Dr. Céline Teney
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58644
E-Mail: celine.teney@uni-bremen.de
Träger des Berninghausen-Preises 2016 (v.l.n.r.): Natascha Ueckmann, Julia Borst, Ansgar Gerhardus, Heinz Rothgang und Michael Claridge. © Harald Rehling/Universität BremenTräger des Berninghausen-Preises 2016 (v.l.n.r.): Natascha Ueckmann, Julia Borst, Ansgar Gerhardus, Heinz Rothgang und Michael Claridge. © Harald Rehling/Universität Bremen
Heinz Rothgang erhält den Berninghausen-Preis für hervorragende Lehre.

Das Humboldt’sche Ideal, wonach gute Forschung und ebensolche Lehre einander bedingen, kommt im universitären Alltag häufig zu kurz. Hoher Andrang, hoher Aufwand, wenig Zeit - es gibt viele Gründe, warum Studierende nicht selten auch an Universitäten „frontal unterrichtet“ werden. Heinz Rothgang und Ansgar Gerhardus aus dem Master-Studiengang „Public Health“ sind daran gegangen, das mit einem dreisemestrigen Forschungslehrprojekt grundlegend zu ändern. Das Studium von Public Health - Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management ist gleichermaßen praxisbezogen wie interdisziplinär, setzt aber fundiertes Theorie- und Methodenwissen voraus. Weil viele Studierende aus der Praxis kommen und dorthin zurück wollen, blieb der Forschungsgehalt des Studiums häufig genug auf der Strecke.

Das dreisemestrige Forschungslehrprojekt organisiert daher die Studierenden in Kleingruppen, die wissenschaftlich fundierte Interventions- und Evaluationskonzepte zu einem von ihnen ausgewählten aktuellen Gesundheitsthema entwickeln. Dabei bleibt es jedoch nicht. In Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen wie etwa Krankenkassen oder Kliniken setzen die Studierenden ihre Konzepte auch um. Forschung wird erfahrbar, Forschungsergebnisse bekommen eine glaubwürdige Grundlage und Studierende sind besonders motiviert.

Der Studiengang Public Health hat mittlerweile sein Lehrkonzept ganz auf diese Projektarbeit umgestellt. Die Rückmeldungen der Studierenden geben dem recht. Die Verbindung aus Forschung und Lehre, Theorie und Praxis, Anleitung und eigenständigem Arbeiten, Universität und externen Partnern kommt gut an.

Der Berninghausen-Preis wird seit 1992 von der Gesellschaft der Freunde der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen vergeben und ist mit je 2.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen:
Beitrag Buten un Binnen: "Hervorragende Lehre an der Uni Bremen" vom 8. November 2016
Artikel im Weser Kurier: "Enges Rennen um Preis für hervorragende Lehre" vom 10. November 2016
Pressemitteilung der Uni Bremen vom 9. November 2016


Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de